Kaiserin Elisabeth von Österreich und Ungarn

"Sisi" unterzieht sich vom 16. Juli bis 29. August 1898 einer Badekur in Bad Naheim. Dabei steht sie unter der ärztlichen Obhut von Prof. Dr. Theodor Schott. Dank der Behandlung bessert sich ihr Gesundheitszustand schnell, Schlaflosigkeit und Depressionen verschwinden.

Trotzdem bleibt die Kaiserin ruhelos. In Briefen klagt sie über das Bad Nauheimer Klima und die Aufdringlichkeit der Leute. In der Tagespresse wird die Bevölkerung aufgefordert, die Kaiserin nicht zu belästigen, da sie mit ihrer verfrühten Abreise drohte.

Am 29. August verlässt Sisi fluchtartig ohne Gepäck und ohne Gefolge die Stadt. Nach einem kurzen Besuch bei Kaiserin Friedrich in Bad Homburg reist sie weiter an den Genfer See. Bad Nauheim war somit die letzte Station vor ihrer Ermordung in Genf.