Seit Juni 2014 ist Bad Nauheim „Fairtrade Stadt“
Die Kampagne "Fairtrade-Towns" vernetzt erfolgreich Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft und fördert den fairen Handel auf kommunaler Ebene. Bad Nauheim trägt seit 2014 diesen Ehrentitel. Die Zahl der beteiligten Akteure in Bad Nauheim steigt stetig. Über 70 Unternehmen, Geschäfte, Gastronomiebetriebe, Schulen, Vereine und kirchliche Einrichtungen beteiligen sich zurzeit an dieser zukunftsweisenden Initiative. Bad Nauheim positioniert sich als weltoffene Kommune mit Vorbildcharakter und ist Teil der internationalen Vernetzung mit über 2.000 Fairtrade-Kommunen in über 36 Ländern.
Es gibt eine ehrenamtliche Steuerungsgruppe, die die vielfältigen Aktivitäten koordiniert, vernetzt und die Partner vor Ort unterstützt. Sie hat in der Vergangenheit viele eigene Projekte realisiert und Produkte entwickelt, die man heute noch erwerben kann.
Wer in Bad Nauheim fair einkaufen und konsumieren möchte, findet alle teilnehmenden Kooperationspartner auch auf unserer interaktiven Stadtkarte in der seitlichen Menüleiste ganz oben mit der Filterfunktion „Fairtrade-Partner“ oder lädt sich den Flyer runter.
Bad Nauheim - die Gesundheitsstadt macht mit, ...
... weil die Fairtrade-Initiative ein Zeichen setzt, Bewusstsein schafft und Überzeugungsarbeit leistet,
... weil Ursachen und Wirkungen global zusammenhängen und Bad Nauheim mit seinem Engagement als Fairtrade-Stadt einen Beitrag leisten kann für wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit.
Egal auf welchem Kontinent oder in welchem Land: Menschen wollen mit ihrer Arbeit mindestens so viel verdienen, dass sie davon leben können. Wenn ein Bauer trotz harter körperlicher Arbeit seine Familie nicht ernähren kann, dann liegt das zum Teil auch an ungerechten Welthandelsstrukturen. Es darf nicht sein, dass zum Beispiel auf Bananenplantagen und in Textilfabriken Hungerlöhne bezahlt werden und Menschen unter unwürdigen Bedingungen arbeiten. Dass Unternehmen auf dieser Basis im Wettbewerb stehen und Profite machen. Und dass wir in Europa uns dann freuen, wenn wir T-Shirts für einen Euro kaufen können.
Im Fairen Handel sind die Strukturen anders: Die Produkte werden zu fairen Bedingungen hergestellt und importiert. Im Mittelpunkt stehen die Produzentinnen und Produzenten, denn: Der Faire Handel ist mehr als Import und Vertrieb von Produkten. Er gibt den Menschen hinter den Produkten ein Gesicht. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern, ist das Ziel des Fairen Handels.
Der Faire Handel ist eine Bewegung, die im Laufe der Jahre kontinuierlich weiter wächst. Überall in Deutschland finden Aktionen zum fairen Handel statt. Ich freue mich darüber, dass das Bewusstsein für verantwortungsvollen Konsum wächst. Besonders beeindruckt mich zudem, dass sich viele tausend Menschen darüber hinaus als Ehrenamtliche für den Fairen Handel einsetzen.
Mit dem Kauf fair gehandelter Produkte können wir alle einen Beitrag leisten zu einer partnerschaftlichen, nachhaltigen Entwicklung auch in der Zukunft.
Herzliche Grüße
Ihr Klaus Kreß
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