Leben in Bad Nauheim | © BNST

Fairtrade-Stadt

Bad Nauheim

Bad Nauheim ist „Fairtrade-Stadt“

Am 5. Juni 2014 war es endlich soweit: Bad Nauheim erhielt den Ehrentitel „Fairtrade Stadt“.

Mehr als 70 Gäste aus Bad Nauheimer Vereinen und Organisationen, Schulen, Unternehmen und Einzelhandelsgeschäften - haben sich auf Einladung der Steuerungsgruppe „Bad Nauheim – Fairtrade Stadt“ im Café Johannisberg zu einem „Fairen Frühstück“ getroffen.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende der Steuerungsgruppe, Elinor Bucher, den Stadtverordnetenvorsteher, Prof. Feyerabend und den Bürgermeister Herrn Häuser kam Manfred Holz, Transfair e. V. aus Köln zu Wort. Er verlieh Bad Nauheim offiziell den Titel und übergab die Urkunde mit den Worten: „Ab heute heißt es offiziell in Bad Nauheim: `My fair ladies and gentlemen....´"

Und als besonderes Geschenk stellte Wolfgang Schaper sein speziell für „Bad Nauheim – Faitrade Stadt“ gestaltetes Logo vor. Fazit der Veranstaltung: Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten und viel Erfolg für die weitere Arbeit in den kommenden Jahren!

Rückblick

Bad Nauheim bewarb sich um den Titel "Fairtrade Town", ganz im Sinne der Agenda21 für den gerechten Handel und somit für eine gerechtere Welt.

Die Kampagne wurde von dem Verein Transfair in Köln getragen, der dieses Siegel vergibt. Die ökonomischen, sozialen und ökologischen Standards im fairen Handel ermöglichen mehr Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit. Um bei dieser Kampagne erfolgreich zu sein, müssen folgende Kriterien erfüllt werden:

  • Ein Beschluss der Kommune liegt vor, dass die Gemeinde den Titel anstrebt und bei Sitzungen und in der Verwaltung Fairtrade Kaffee ausgeschenkt und ein weiteres Fairtrade-Produkt verwendet wird.
  • Eine Steuerungsgruppe wird gebildet die Bad Nauheim auf dem Weg zur „Fairtrade Stadt“ begleitet.
  • In Einzelhandelsgeschäften werden Produkte aus fairem Handel angeboten, in Restaurants und Cafés werden fair gehandelte Getränke ausgeschenkt.
  • In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden diese Produkte verwendet und es werden Bildungsaktivitäten durchgeführt.
  • Die örtlichen Medien berichten über Aktivitäten auf dem Weg zur „Fairtrade Stadt“

Mit dem Erwerb dieses Titels bekennt sich Bad Nauheim öffentlich für mehr Gerechtigkeit. Die Auszeichnung „Fairtrade Town“ führt zu einem starken Imagegewinn für Bad Nauheim sowie den ansässigen Unternehmen und Kliniken. Zudem verstärkt sie nachhaltig die Identität der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt. Der Titel „Fairtrade Town“ kann für Bad Nauheim zu einem zeitgemäßen ergänzenden Markenzeichen werden, das die zukunftsorientierte Positionierung der Stadt Bad Nauheim als Gesundheitsstadt und Kurort wirkungsvoll und nachhaltig unterstützt.

Eine Steuerungsgruppe mit Mitgliedern aus Handel, Wirtschaft, Kirche und Politik wurde gegründet, die Bad Nauheim dabei unterstützte, das Siegel zu bekommen. 

Jeder kann mitmachen!

Die Steuerungsgruppe tagt monatlich und Interessierte sind herzlich eingeladen.
Information bei: elinor.bucher@gmx.ne

Mitglieder der Steuerungsgruppe
Sabine Becker-Gräfe
Arbeitskreis „Brot für die Welt“
Dr. Christine Kunert
Bad Nauheim - fair wandeln e.V.
Dr. Ulrich Becke
Evangelische Kirchengemeinde Bad Nauheim
Elinor Bucher
Fraktionsmitglied Bündnis 90
Patricia Mayer
Frauenbeauftragte der Stadt Bad Nauheim
Günter Wagner
Wirtschaft für Bad Nauheim e.V.
Grußwort des Bürgermeisters

Bad Nauheim - die Gesundheitsstadt macht mit, ...
... weil die Fairtrade-Initiative ein Zeichen setzt, Bewusstsein schafft und Überzeugungsarbeit leistet,
... weil Ursachen und Wirkungen global zusammenhängen und Bad Nauheim mit seinem Engagement als Fairtrade-Stadt einen Beitrag leisten kann für wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit.

Egal auf welchem Kontinent oder in welchem Land: Menschen wollen mit ihrer Arbeit mindestens so viel verdienen, dass sie davon leben können. Wenn ein Bauer trotz harter körperlicher Arbeit seine Familie nicht ernähren kann, dann liegt das zum Teil auch an ungerechten Welthandelsstrukturen. Es darf nicht sein, dass zum Beispiel auf Bananenplantagen und in Textilfabriken Hungerlöhne bezahlt werden und Menschen unter unwürdigen Bedingungen arbeiten. Dass Unternehmen auf dieser Basis im Wettbewerb stehen und Profite machen. Und dass wir in Europa uns dann freuen, wenn wir T-Shirts für einen Euro kaufen können.

Im Fairen Handel sind die Strukturen anders: Die Produkte werden zu fairen Bedingungen hergestellt und importiert. Im Mittelpunkt stehen die Produzentinnen und Produzenten, denn: Der Faire Handel ist mehr als Import und Vertrieb von Produkten. Er gibt den Menschen hinter den Produkten ein Gesicht. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern, ist das Ziel des Fairen Handels.

Der Faire Handel ist eine Bewegung, die im Laufe der Jahre kontinuierlich weiter wächst. Überall in Deutschland finden Aktionen zum fairen Handel statt. Ich freue mich darüber, dass das Bewusstsein für verantwortungsvollen Konsum wächst. Besonders beeindruckt mich zudem, dass sich viele tausend Menschen darüber hinaus als Ehrenamtliche für den Fairen Handel einsetzen.

Mit dem Kauf fair gehandelter Produkte können wir alle einen Beitrag leisten zu einer partnerschaftlichen, nachhaltigen Entwicklung auch in der Zukunft.

Herzliche Grüße
Ihr Klaus Kreß

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Flyer "Fair einkaufen und genießen in Bad Nauheim"
5,09 MB

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