Nachrichten aus Bad Nauheim

Radonmessungen im Kurpark

Radonmessungen im Kurpark | Die Gesundheitsstadt

Was wird denn da gemessen? Diese Frage wird sich der eine oder andere Besucher des Kurparks in den kommenden vier Wochen sicherlich stellen. Ab dem 10. Dezember werden dort Radonbodenluftmessungen durchgeführt.

Diese finden im Rahmen einer begleiteten studentischen Abschlussarbeit statt. Das betreuende Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie wurde mit der geowissenschaftlichen Begleitung der „Radonstrategie Hessen“ durch das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz betraut.

Radon entsteht in unterschiedlicher Menge in allen Gesteins- und Bodenarten. Das Edelgas diffundiert durch poröse Gesteins- und Bodenformationen zur Erdoberfläche und vermischt sich mit der oberflächennahen Luft. Um die Radonsituation in Deutschland und auch in Hessen zu studieren, wurden bisher einige tausend Bodenluftproben genommen und ausgewertet. Aus den Ergebnissen dieser Messungen wird eine Landkarte generiert, die die regional sehr unterschiedlichen Radonkonzentrationen in der Bodenluft wiedergibt. Der Kurpark in Bad Nauheim ist aufgrund seiner geologischen Gegebenheiten und der guten Datenlage hierfür interessant.

In Bad Nauheim werden etwa 45-50 Messungen durchgeführt. Die Arbeiten werden voraussichtlich in einem Zeitraum von vier Wochen abgeschlossen sein und beinhalten vier bis fünf Messungen täglich. Die genaue Dauer der Messkampagne ist von klimatischen Faktoren abhängig.

Für eine Messung wird eine rund 2,5 Zentimeter breite und 1 Meter lange Sonde in den Boden eingebracht. Dann wird mit Hilfe einer Lanze und einer Pumpe Bodenluft eingesaugt und diese in einer Messkammer ausgewertet. Eine einzelne Messung dauert insgesamt 60 Minuten. Die Messapparaturen werden mit Hilfe eines Hybrid-Fahrzeugs entlang der Wege in den Kurpark transportiert.