Nachrichten aus Bad Nauheim

Bad Nauheim-Bärchen heißt Charly

Kinder der „Grünen Gruppe“ der Stadtschule geben Stadt-Maskottchen Namen - „Taufzeremonie“ im Rathaus

Bad Nauheim-Bärchen heißt Charly | Die Gesundheitsstadt

Die Kinder der „Grünen Gruppe“ von der Ganztagsbetreuung der Stadtschule an der Wilhelmskirche hatten einstmals bei einem Besuch des ehemaligen Bürgermeisters Armin Häuser die Aufgabe bekommen, für den kleinen Bad Nauheim-Bären, ein Kuscheltier, das von der Stadt an Kinder verschenkt wird, einen schönen Namen zu finden.

Die Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis neun Jahren wurden kreativ und kreierten mit ihrer Betreuerin Eva Stumpf verschiedene Namensvorschläge, darunter Timi, Maxi, Charly, Ronny, Willi, Luca, Naui oder Schnurzel. Bei einem Besuch von Bürgermeister Klaus Kreß in der Stadtschule im Rahmen einer Deckelsammelaktion für Impfungen gegen die Polio-Infektionskrankheit im vergangenen Sommer wurde über den Namen abgestimmt. „Ich habe mit den Kindern eine demokratische Abstimmung durchgeführt und ihnen erklärt, dass so auch in den städtischen Gremien entschieden wird. Ein Name erhielt dabei eindeutig die meisten Stimmen. Unser Bad Nauheim-Bärchen wird Charly heißen“, freut sich Kreß über die Namensfindung und versprach eine kleine „Tauffeier“.

Diese wurde am Freitag im Rathaus vorgenommen. Die Kinder der „Grünen Gruppe“ und ihre Betreuerinnen Eva Stumpf und Tuba-Nur Aydemir wurden im Sitzungssaal von Rathauschef Kreß und Pfarrer Ryszard Strojek aus Ober-Mörlen empfangen. Strojek hatte der Anfrage vom Bürgermeister, ob er eine symbolische Zeremonie durchführen würde, augenzwinkernd zugestimmt. „Natürlich handelt es sich hierbei nicht um den echten christlichen Ritus der Taufe. Wir möchten den Kindern aber mit diesem kleinen, feierlichen Akt für ihre Ideen danken“, erklärt Kreß.

Die Grundschülerinnen und -schüler versammelten sich um Pfarrer Strojek und einige von ihnen hielten das „Taufbecken“ sowie das Bärchen. Nachdem Strojek feierliche Worte gesprochen hatte, bekam Charly ein paar Tropfen Wasser aus der „Taufkanne“ ab und wurde mit einem Stofftaschentuch abgetupft. „Die Kinder hatten sichtlich ihren Spaß, waren aber auch mit Ernst bei der Sache“, stellt Kreß fest.

Anschließend hatte die „Grüne Gruppe“ noch eine Menge Fragen für den Rathauschef vorbereitet. Gerne gab dieser Auskunft, welches seine Lieblingsspeise sei, ob er ein Haustier habe, wie lange er Bürgermeister sei und was er dabei so machen dürfe.