Vorträge von angesehenen Referenten und Referentinnen zu einem jährlich wechselnden Thema.
„Menschliches Miteinander” – so lautet das Thema der Philosophischen Reihe 2026. Die Vorträge behandeln die zentralen Dimensionen des menschlichen Miteinanders, stellen wichtige Überlegungen aus der Philosophiegeschichte vor und laden zum Mitdenken und Mitdiskutieren ein.
Seit der Antike wird in der Philosophie menschliches Miteinander erörtert. Aristoteles legt gleich zwei Definitionen des Menschen vor: Erstens sei der Mensch ein politisches und auch staatenbildendes Lebewesen. Ein Schutz vor äußeren Widrigkeiten ist nur in größeren sozialen Einheiten wie in der Polis oder im Staat gegeben. Zweitens bezeichnet er den Menschen als das Lebewesen, das Logos hat, also Vernunft oder auch Sprache, das sich mit anderen Menschen verständigen kann. Beide Definitionen des Aristoteles thematisieren je verschiedene soziale Dimensionen. Sie sind in der philosophischen Tradition immer wieder aufgenommen und weiterentwickelt worden. Zum einen hat das menschliche Miteinander eine Makroebene: Menschen bilden Gesellschaften, Gemeinschaften und Staaten, zum anderen eine Mikroebene: Menschen finden sich in engen Zweierbeziehungen zusammen, in persönlicher Freundschaft oder Liebe. Außerdem haben menschliche Beziehungen häufig eine Wertungsdimension: Menschliches Miteinander kann sich ins Gute oder ins Böse wenden. Es kann aufrichtig sein, durch Vertrauen und Verantwortung geprägt, es kann aber auch unaufrichtig sein, auf Verstellung und Lüge gründend und in Feindschaft und Rache mündend.
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