Nachrichten aus Bad Nauheim

Therme: Abriss im Zeitplan

Entkernung und Schadstoffsanierung laufen

Therme: Abriss im Zeitplan | Die Gesundheitsstadt

„Bisher wurde ein Drittel des Thermenhauptgebäudes entkernt. Fünf von insgesamt 16 Sanierungsbereiche sind damit abgeschlossen. Wir sind zufrieden, denn wir liegen im Zeitplan“, informiert Bürgermeister Klaus Kreß über den Fortschritt der Abbrucharbeiten an der Therme am Park.

Von außen zeugen Bauschutt, Bagger und Bauzäune davon, dass sich im Inneren einiges tut. Seit April wird entkernt: Boden-, Wand- und Deckenverkleidungen in der Schwimmhalle, den Umkleiden, dem Gymnastikraum und allen anderen Bereichen werden abgenommen und in die unterschiedlichen Baustoffarten getrennt. Dabei werden gesundheitsgefährdende Schadstoffe fachgerecht entsorgt. Zum Schutz, damit keine schädlichen Fasern und Teilchen entweichen können, wurden Schleusen eingerichtet und die Mitarbeiter tragen Spezialschutzkleidung. Parallel zur Schadstoffentsorgung werden in Kürze Fassaden an der Therme demontiert, um auch dort Sanierungsarbeiten vor der endgültigen Entsorgung durchführen zu können.

Die F&R Industriedemontage und Abbruch GmbH aus Neunkirchen (Saarland), die die Entkernung und Schadstoffentsorgung vornimmt, hat zuvor die Nebengebäude, wie die Saunen, abgerissen. An dieser Stelle ist jetzt die Baustraße zu finden. Die Bauleitung hat das Planungsbüro a5 aus Bad Nauheim inne.

„Vieles muss in Handarbeit erledigt werden und ist sehr zeitintensiv. Zum Beispiel die Entkernung der großen Treppe, die vom Foyer zu den Umkleiden im Zwischengeschoss führte. Deren Belag mit Epoxidharz und anderen Stoffen musste von der Betontreppe abgestemmt und separat entsorgt werden“, erklärt Fachbereichsleiter Kur- und Servicebetrieb Steffen Schneider.

Wenn die Entkernung und Schadstoffsanierung Ende des Jahres abgeschlossen sind, kann Anfang 2019 das Hauptgebäude abgerissen werden. Außerdem werden die Anlagen im Gelände, wie Außenschwimmbecken und Wasserspiele, zurück gebaut. Für den Abriss inklusive Entkernung und Schadstoffentsorgung wurden im städtischen Haushalt rund 1,5 Millionen Euro netto veranschlagt.