Nachrichten aus Bad Nauheim

Startschuss Thermenneubau – das Planungsteam stellt sich vor

Startschuss Thermenneubau – das Planungsteam stellt sich vor | Die Gesundheitsstadt

„Ich wollte schon immer nach Bad Nauheim“, antwortet Dr. Stefan Kannewischer auf die Frage, was ihn an der Teilnahme am Vergabeverfahren zum Thermenneubau in Bad Nauheim gereizt hat. Der Gedanke an das einzigartige Jugendstilambiente gepaart mit einer Thermennutzung und Wellness auf höchstem Niveau lässt das Herz des erfolgreichen Thermenbetreibers höher schlagen. „Nach jahrelangen Debatten über das Für und Wider einer Anbindung der Therme an das Badehaus 2 wurde durch das Vergabeverfahren nun die Voraussetzung für einen erfolgreichen Projektverlauf geschaffen“, freut sich der Thermenspezialist.

Der Bad Nauheimer Magistrat hat am 14. August einstimmig die Vergabe der Generalplanung an das Architekturbüro BLFP Architekten Planungs GmbH zusammen mit einem Team aus Fachplanern sowie die Vergabe der Betriebsführung der neuen Therme an die Kannewischer Management AG beschlossen.

Bei den beiden europaweit durchgeführten Vergabeverfahren wurden die Bewerber anhand einer Vielzahl von Kriterien ausgewählt. Dabei war der Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit ebenso zu erbringen, wie der Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit. Auch die Präsentation und die Honorarangebote gingen in die Beurteilung mit ein.

Dabei überzeugten vor allem die vorgelegten Referenzen der Kannewischer Management AG. Nicht zuletzt Projekte wie die Caracalla Therme in Baden-Baden, die Spreewald Therme Burg oder die Therme in Bad Ems zeugen von der langjährigen Erfahrung des Thermenbetreibers und verdeutlichen, dass Qualität, Gestaltung, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit bei der Betriebsführung immer oberste Priorität haben.

Das Architekturbüro BLFP im Team mit Studio Gollwitzer Architekten aus München konnten sich mit Projekten wie dem StuBay Freizeitbad in Österreich, dem Sole-Felsen-Bad in Gmünd, der Mensa in Usingen, ein Beispiel für gelungenen Umgang mit Denkmalschutz, und der Europäischen Schule Dortelweil gegen die Mitbewerber durchsetzen. Für die technische Gebäudeausrüstung wird die Kannewischer Ingenieurgesellschaft mbH verantwortlich zeichnen, die bereits 250 öffentliche Bäder geplant hat, unter anderen das Kombibad Offenburg, die neue Therme Baden-Baden und die Vitasol Therme in Bad Salzuflen. Geschäftsführer ist Jürgen Kannewischer. Komplettiert wird die Arbeitsgemeinschaft durch KubusFreiraumplanung aus Wetzlar, die Tragwerksplaner Engelbach + Partner aus Frankfurt am Main und die Bauphysiker Kurz + Fischer GmbH aus Winnenden.

Geschäftsführer Andreas Schmitt von BLFP blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Wir freuen uns auf diese spannende und herausfordernde Aufgabe. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten an diesem anspruchsvollen Projekt ist Grundlage für den erfolgreichen Projektverlauf.“ Auch Bürgermeister Klaus Kreß ist zufrieden: „Das Vergabeverfahren hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass es nach jahrelang kontrovers geführten Diskussionen in der Politik nun endlich losgehen kann. Die Zukunft unserer Kurstadt ist gesichert und wir gewinnen eine Attraktion zurück, darüber freue ich mich sehr.“

Der Bürgermeister und Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Jürgen Patscha, sind sich einig: „Das städtebauliche Gesamtkonzept hat die Grundlage geschaffen. Damit wurde der Rahmen für alle Teilprojekte im Umfeld des Sprudelhofs gesetzt. Nach all den Jahren und den vielen Umwegen im Entscheidungsprozess haben wir nun mit Hilfe des Vergabeverfahrens ein erfahrenes Team zusammenstellen können, das eines der wichtigsten Projekte unserer Stadtentwicklung zielstrebig und professionell abwickeln wird. Für unsere Stadt ein voller Erfolg!“