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Stadtbücherei: Fassade und Dach werden saniert

Arbeiten werden in zwei Abschnitte unterteilt und finden im laufenden Betrieb statt - 650.000 Euro Investitionskosten

Stadtbücherei: Fassade und Dach werden saniert | Die Gesundheitsstadt

Ein Gerüst, Bauzäune und Baumaterial prägen derzeit die Rückseite der Stadtbücherei. In den kommenden Monaten werden die komplette Außenfassade und das Dach instand gesetzt. Die Arbeiten werden wegen des Sanierungsumfangs, und da die Maßnahme im laufenden Betrieb der Bücherei stattfindet, in zwei Abschnitte unterteilt. Von August bis Dezember 2018 wird zunächst die hintere Außenfassade in Richtung Goethestraße erneuert. Die Vorderseite der Bibliothek in der Zanderstraße folgt ab Mai 2019. „Unsere Stadtbücherei mit ihrer traditionellen Architekturform im Stil des Historismus in Verbindung mit wunderschönen Jugendstilelementen ist ein Kleinod in unserer Stadt. Das Gebäude wurde einstmals als „Haus des Gastes“ genutzt. Durch die Nähe zum Gradierbau I war dort ein rege besuchtes Inhalatorium untergebracht. Auch heute ist die Einrichtung noch ein Ort der Ruhe und Erholung, wenn Bürger und Gäste gedankenversunken in Zeitungen und Büchern schmökern“, sagt Erster Stadtrat Peter Krank.

Die Fassade und das Dach des 1901 erbauten Gebäudes, welche zu Staatsbadzeiten ausgebessert und renoviert wurden, sind mittlerweile stark verwittert und müssen dringend saniert werden. Morsche Holzeinfassungen, ausgebrochene Kanten, Farbabblätterungen, Risse im Putz, aufgeschwemmte Holzverzierungen oder lose Ausfachungen sind nur einige Beispiele. Die anstehenden Arbeiten orientieren sich an historischen Fotos und Material- und Farbuntersuchungen und beinhalten die Sanierung sämtlicher Fassadenbauteile: die Fachwerkelemente mit den prächtigen Schmuckverzierungen sowie die Putzflächen. Außerdem werden die Dächer überarbeitet, eine komplette Erneuerung ist hier nicht erforderlich.

„Auch die Fenster mit ihren teilweise prunkvollen Bleiverglasungen werden instand gesetzt. Hier gibt es eine Besonderheit: In Abstimmung mit der Landesdenkmalpflege wurde ein Fenster von einer Restauratorin ausgebaut und in der Werkstatt nach historischem Vorbild aufgearbeitet – daran orientiert wird dann die Restaurierung aller anderen Fenster erfolgen“, erklärt Bürgermeister Klaus Kreß.

Aufgrund der Einzigartigkeit des schützenswerten Gebäudes wird die mit insgesamt 650.000 Euro geplante Maßnahme mit 100.000 Euro aus Mitteln der Landesdenkmalpflege und 1.000 Euro aus dem Budget der Unteren Denkmalschutzbehörde des Wetteraukreises bezuschusst.

„Eine Sanierung in den Räumlichkeiten ist nicht notwendig, es werden aber erforderliche Renovierungen wie im Bereich der restaurierten Fenster durchgeführt. Die Maßnahme wird voraussichtlich Mitte Oktober 2019 abgeschlossen sein“, so Krank.