Nachrichten aus Bad Nauheim

Gegen die Vereinsamung

1.000 Euro-Spende aus Neebe-Nachlass für Müfaz

Gegen die Vereinsamung | Die Gesundheitsstadt

Bürgermeister Klaus Kreß und Ortsvorsteher der Kernstadt Kurt Linkenbach haben am Donnerstag der Geschäftsführerin des Mütter- und Familienzentrums sowie Mehrgenerationenhauses „Müfaz“, Ute Latzel, einen Scheck über 1.000 Euro überreicht. „Die Spende stammt aus dem Johannes-Neebe-Nachlass“, sagt Bürgermeister Klaus Kreß und erklärt, „der Bad Nauheimer Bürger Johannes Neebe vermachte mit seinem Tod 1980 sein Anwesen der Stadt. In seinem Testament verfügte er, dass mit den Zinserträgen seines Erbes sozial engagierte Vereine und Einrichtungen gefördert werden sollen. In der Vergangenheit konnten so beispielsweise das Hospiz Wetterau und die Sophie-Scholl-Schule unterstützt werden. Ideengeber zur Förderung des Müfaz war Ortsvorsteher und Neebe-Testamentsvollstrecker Kurt Linkenbach. Vielen Dank dafür!“

Bei der Einweihung des Nachbarschaftsgartens des Mehrgenerationenhauses Müfaz vor wenigen Wochen konnte sich der Ortsvorsteher vom vielfältigen Programm für Jung und Alt überzeugen und war begeistert: „Die Angebote richten sich nicht nur an Familien, sondern an alle Menschen, von 0 bis 99 Jahren. Es ist toll, dass hier jegliche Altersgruppen willkommen sind und die einen durch Betreuungsangebote eine Entlastung erfahren und die anderen durch Kontaktmöglichkeiten und Begegnungen eine Bereicherung im Alltag haben“, sagt Kurt Linkenbach.

Ute Latzel begrüßte die Vertreter der Stadt im neuen, barrierefreien Nachbarschaftsgarten des Mehrgenerationenhauses, in dem gerade das Sommercafé unter großen, bunten Sonnenschirmen seine Pforten geöffnet hatte. Im angrenzenden Außenspielbereich tobten die Kinder mit ihren Betreuerinnen zwischen Sandkasten, Federwippe und Schaukeln. In den neu installierten Hochbeeten blüht es derweil bunt und die Tomatenpflanzen versprechen eine gute Ernte.

„Wir bedanken uns herzlich bei Bürgermeister Klaus Kreß, Herrn Linkenbach und der Stadt Bad Nauheim für die Spende. Sie wird vorrangig in unseren Nachbarschaftsgarten fließen, zum Beispiel für eine Bank, die noch fehlt. Aber auch andere Projekte, die das Mehrgenerationenthema aufgreifen, werden wir damit fördern. Es ist uns eine Herzensangelegenheit, einen Treffpunkt für junge und alte Menschen, für Familien und Senioren, gleichermaßen zu schaffen. Niemand soll seine Zeit alleine verbringen müssen, wenn er das nicht möchte. Wir wollen etwas gegen die Vereinsamung tun“, betont Ute Latzel.