Nachrichten aus Bad Nauheim

Erster Spatenstich für 55 neue Wohnungen

Baubeginn für sieben Mehrfamilienhäuser auf dem ehemaligen Vergölst-Gelände in der Dieselstraße

Erster Spatenstich für 55 neue Wohnungen | Die Gesundheitsstadt

2002 hat die Bad Nauheimer Wohnungsbaugesellschaft im Rahmen der Baulandentwicklung des Baugebiets „Am Goldstein“ das Grundstück Dieselstraße 13-15 von der Firma Vergölst erworben. Es wurde zunächst weiter an das Unternehmen für Reifen und Autoservice vermietet, das dort eine Lagerhalle und einen Autoservicemarkt betrieb.

Als Vergölst Anfang 2016 in das Gewerbeband „Frankfurter Landstraße“ umzog, begann die Entwicklungsphase des Geländes. „Da Wohnraum in unserer Gesundheitsstadt stetig nachgefragt wird, lag es nahe, auf dem Grundstück neue Wohneinheiten zu schaffen. Das mittlere Mietpreissegment soll dabei eine möglichst breite Schicht der Bevölkerung ansprechen. Mit der Realisierung des Bauvorhabens leisten wir zudem eine städtebauliche Aufwertung in diesem Wohn-Gewerbe-Mischgebiet“, erklärt Bürgermeister Klaus Kreß, der am Freitag mit dem Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Reimund Bell, Erstem Stadtrat Peter Krank und Vertretern der am Bau beteiligten Unternehmen den ersten Spatenstich vollzog.

Auf dem rund 6.300 Quadratmeter großen Gelände werden sieben Mehrfamilienhäuser als Flachbauten mit zwei und drei Geschossen plus Staffelgeschoss entstehen. Geplant sind 55 Wohnungen mit einer Fläche von insgesamt rund 4.800 Quadratmetern. Sie teilen sich in zehn 2-Zimmerwohnungen, 36 3-Zimmerwohnungen und neun 4-Zimmerwohnungen auf. Alle Wohneinheiten haben einen Balkon oder eine Terrasse. In das Grundstück integriert werden zwei separate Tiefgaragen für insgesamt 66 Stellplätze.

„Sämtliche Gebäude erhalten eine mittlere Ausstattung, werden barrierefrei und nachhaltig errichtet sowie mit Personenaufzügen ausgestattet, die bis in die Tiefgarage reichen. Neben multimedialer Versorgung, beispielsweise mit Glasfaser, wird es mit den Stadtwerken eine Kooperation für die Energie- und Wärmeversorgung mittels Blockheizkraftwerk und Gasbrennwerttherme geben“, er-klärt Geschäftsführer Reimund Bell die Details.

Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung durch Architekten, Fachingenieure und Planer bestimmten das Jahr 2016, bis der Bauantrag gestellt werden konnte, dessen Genehmigung im Mai 2017 vom heutigen Landrat und damaligen Ersten Kreisbeigeordneten des Wetteraukreises Jan Weckler übergeben wurde.

„Im Herbst 2017 wurde mit dem Abbruch der bestehenden Gebäude - Lagerhalle und Servicemarkt - begonnen. Im Anschluss an den Spatenstich folgen nun die Erschließung des Geländes und der Bau der Wohneinheiten. Die Fertigstellung und Vermietung der Häuser ist ab Frühjahr 2020 geplant. Der Mietpreis wird bei rund 10 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Nebenkosten liegen“, erklärt der Rathauschef.

Die Wohnungsbaugesellschaft investiert in das Großprojekt insgesamt 15,6 Millionen Euro.