Nachrichten aus Bad Nauheim

Digitalisierung, Smart City, Internet & co

Statt Fotos auf Papier anzuschauen und Bücher zu lesen, verwenden viele Menschen heutzutage Smartphones, eBooks und Tablets.

Digitalisierung, Smart City, Internet & co | Die Gesundheitsstadt

Die meisten informieren sich auch nicht mehr über dicke Lexika oder Nachschlagwerke, sondern nutzen das Internet, wenn sie etwas herausfinden wollen. Wer sich mit seinen Freund*innen austauschen möchte, tut das oft über Messenger Dienste, statt sich mit ihnen zu treffen. Firmen setzten immer mehr Roboter ein, die von Computern gesteuert werden und ganze Häuser werden schon mit digitaler Technik ausgestattet.

Was „Digitalisierung“ für die Bad Nauheimer Stadtverwaltung bedeutet, erklärt Euch heute der Kollege Oliver Wolf:

Was sind Ihre Aufgaben der Stelle im Fachbereich?

Seit Anfang des Jahres beschäftige ich mich mit dem Thema „Digitalisierung in Bad Nauheim.“ Dieser Megatrend ist ein absolut spannendes und herausforderndes Aufgabengebiet. Der digitale Umbruch wird unser tägliches und gesellschaftliches Leben in den nächsten Jahren verändern und prägen.

Natürlich geht es auch darum die Verwaltung ins digitale Zeitalter zu führen, Prozesse anzupassen und unsere Dienstleistungen online zur Verfügung zu stellen. Aber Digitalisierung endet nicht an der Bad Nauheimer Rathaustür, sie umfasst nahezu jeden Bereich des alltäglichen Lebens. Mobilität, Verwaltung, Beteiligung, Sicherheit, Gesundheit, Tourismus, Energie, Wirtschaft und Wohnen sind Handlungsfelder, in denen die Digitalisierung eine immer wichtigere Rolle einnehmen wird. Dies macht die Aufgabe umso interessanter, da sie sich nicht auf die Verwaltung beschränkt.

Weiterhin betreue ich noch den städtischen Internetauftritt und das Intranet der Stadtverwaltung.

Wie sieht mein Arbeitsalltag aus?

Sehr abwechslungsreich. Viele Gespräche, Besprechungen und Vorträge, aber auch „klassische“ Bürotätigkeiten. Eine gesunde Mischung aus konzeptionellen und strategischen Themen und handfesten Aufgaben.

Gibt es „Kunden“? Mit wem habe ich täglich zu tun?

Derzeit agiere ich noch meist verwaltungsintern. Das wird sich aber zunehmend ändern, denn eine smarte Stadt zeichnet gerade auch das intensive Einbeziehen der Bürgerinnen und Bürger aus.

Wie lange sind Sie schon bei der Stadt Bad Nauheim? Wie lange in der Abteilung?

Seit 1994, also fast ein „Dino“ (lacht). Nach meiner Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten war ich fast 20 Jahre in der IT-Abteilung der Stadtverwaltung beschäftigt. Hier konnte ich einerseits viel Erfahrung im Umgang mit Netzwerken, den Aufgaben der Pflege von Homepages (Content Management Systemen) und Hard- und Software sammeln, andererseits auch eine Fortbildung zum Verwaltungsfachwirt absolvieren. Doch selbst in dem interessanten Aufgabengebiet der Informationstechnik stellt sich irgendwann der Alltag ein und nach dem dritten Betriebssystemwechsel ist selbst so ein Projekt keine wirkliche persönliche Herausforderung mehr. Auf der Suche nach neuen beruflichen Herausforderungen kam dann mein neues Aufgabengebiet „Digitalisierung“ Anfang des Jahres wie gerufen.

Gibt es lustige oder einprägsame Anekdoten?

Aus meiner Tätigkeit im IT-Bereich könnte ich sicherlich ein ganzes Buch mit Storys füllen. Einen Klassiker aus dem Benutzer-Support werde ich aber so schnell nicht vergessen.

Das Telefon klingelt und ein Kollege berichtet: „Mein Rechner piepst“. Kollege aus der IT ruft mir zu „Mist, da ist das Motherboard im Eimer“. Die Erfahrung zeigt aber, dass technische Probleme meist gar keine technischen sind. „Hast du einen Ordner auf dem Schreibtisch?“, frage ich. „Ja, aber was hat das mit meinem Rechner zu tun?“ ist die Antwort. „Nimm den mal bitte weg“ erwidere ich. „Ahhh, das Piepsen ist weg, was hast du gemacht?“ fragt der Kollege. „Nichts, du hattest nur den Ordner auf deine Tastatur gelegt“ sagte ich und der Fall war erledigt.

Nennen Sie drei positive Aspekte Ihrer Stelle / Aufgaben? Negativ?

Spannendes Aufgabengebiet, stetig wechselnde Trends und Lösungen und manchmal ist auch ein Stück Kreativität und Gestaltungswille gefragt.

Welchen Berufswunsch hatten Sie als Kind? Hat sich das konkretisiert?

Wenn ich jetzt sage, dass ich als Vierjähriger unbedingt Verwaltungsfachwirt werden wollte, hört sich das nicht sonderlich realistisch an, oder? Ehrlich gesagt hat sich kein Berufswunsch über längere Zeit gehalten oder eingeprägt. Und so bin ich ziemlich unbedarft ins Berufsleben eingestiegen. Hauptsache keine Schule mehr und auf eigenen Füßen stehen, war da eher die Devise.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Ich engagiere mich ehrenamtlich für mein Heimatdorf Berstadt; bin Initiator eines lokalen Internet-Portals, pflege mehrere Vereinshomepages und bin in verschiedenen Vereinsvorständen aktiv.

Einen Tipp an mein „16-jähriges Ich“

Keinen. Eigene Erfahrungen sind besser als Tipps aus der Zukunft, das scheint bei meinem „16-jährigen Ich“ auch ganz gut geklappt zu haben.

Vielen Dank, Herr Wolf!