Erinnerungsmale und Kunstobjekte am Wegesrand

Wappen der Landgrafen von Hessen-Kassel über dem ehemaligen Haupteingang der Wilhelmskirche

Wilhelmstraße 12.
Unter einem Fürstenhut wird das Wappen von zwei gekrönten Löwen flankiert. Wappenteile:
Oben: Doppelkreuz von Hersfeld - Wappen von Ziegenhain,
darunter: steigender Löwe von Katzenellenbogen - zwei laufende Löwen von Diez,
unten: zwei Sterne von Nidda - Sparren von Hanau, Balken von Rieneck, Herzschild von Münzenberg - Nesselblatt der hessischen Grafschaft Schaumburg.
Das Wappen erinnert an den Auftraggeber des Kirchenbaus (1740-42), den Landgrafen Wilhelm VIII. von Hessen Kassel. - Nach dem Aussterben der Grafenfamilie von Hanau-Lichtenberg (siehe Erläuterungen zur Reinhardskirche) fiel 1736 der nördlich des Mains gelegene Teil der Hanauer Grafschaft per Erbvertrag an die Landgrafschaft Hessen-Kassel (seit 1803 Kurfürstentum Hessen-Kassel). Erster Kasseler Regent war für Nauheim der spätere Landgraf Wilhelm VIII. In seinem Auftrag wurde 1740-42. an der Stelle einer mittelalterlichen Kirche für die evangelisch-reformierte Nauheimer Kirchengemeinde ein neues Gotteshaus errichtet, das im 19. Jahrhundert den Namen „Wilhelmskirche“ erhielt. Sie war bis zur Einweihung der Dankeskirche 1906 Gemeindekirche der Nauheimer Protestanten. 1926 wurde sie zum Gemeindehaus umgestaltet.
Grabsteine an der Kirchenmauer und im Kircheninnern erinnern an den alten Totenhof neben der Kirche bis 1802.


Zusammengestellt von der Arbeitsgemeinschaft Geschichte Bad Nauheim
mit Unterstützung der Stadtarchivarin Frau Brigitte Faatz

Foto: Nici Merz (Wetterauer Zeitung)