Erinnerungsmale und Kunstobjekte am Wegesrand

Skulpturengruppe „Arzt und Patient“

Im Garten hinter dem Hauptgebäude der Landesärztekammer,
C.-Oelemann-Weg 5
Die monumentale Plastik (Höhe 2,80 m) aus Duraluminium von Knud Knudsen wurde 1973 als optischer Mittelpunkt des Fortbildungszentrums der Landesärztekammer Hessen, umgeben von Blumen und Wasserspielen, aufgestellt. „Sie symbolisiert den Willen (des Arztes) zu helfen, verbunden mit der unumgänglich notwendigen Bereitschaft (des Patienten), sich helfen zu lassen“ und bringt sehr eindrucksvoll das Aufgabenverständnis der Landesärztekammer zum Ausdruck. Seit einigen Jahren steht diese Zweiergruppe hinter dem Gebäude am Rand des Hochwalds.

Knud Knudsen (1918 -1998), der diese Werke (35 und 36) für die Landesärztekammer in Bad Nauheim geschaffen hat, lebte und wirkte seit 1949 in Bad Nauheim. Als Zeichner und Schriftsteller gehörten die Themen Rassenprobleme und Völkerverständigung zu seinen Arbeitsschwerpunkten. Viele seiner Skulpturen spiegeln seine christlich fundierte Grundhaltung wider. Der international anerkannte Bildhauer war 1949 bis 1951 Mitbegründer und Direktor des „Deutschen Koordinierungsrates für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ und wurde 1976 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Dem Krieg als Menschen zerstörendes Unheil widmete Knudsen starke eindrucksvolle Kunstwerke, wie auch die „Große Trauernde“ auf dem hiesigen Friedhof. Zahlreiche Bildplastiken bedeutender Personen, wie Max Planck, John F. Kennedy, Theodor Heuss, Albert Schweitzer, Martin Luther oder Ernst Barlach, um nur einige zu nennen, gehören zu seinen Werken.


Zusammengestellt von der Arbeitsgemeinschaft Geschichte Bad Nauheim
mit Unterstützung der Stadtarchivarin Frau Brigitte Faatz

Foto: Nici Merz (Wetterauer Zeitung)