Erinnerungsmale und Kunstobjekte am Wegesrand

„Lebens-Schiff“

Vor der Bonifatiuskirche, Zanderstr. 13.
Kreuzinstallation von Maria Kauffmann für die Landesgartenschau 2010.
Zu ihrem Werk schreibt die Künstlerin:
„Kreuzwege - kreuzen – Lebenswege
Unser christliches Abendland ist geprägt vom christlichen Gedankengut. Gesellschaftliche Strukturen, juristische Entscheidungen, Wertvorstellungen, die Vorstellung von der Würde des Menschen etc. basieren auf diesem Fundament.
Dabei spielt es keine Rolle, ob wir gläubig oder ungläubig, ob wir Christen, Juden, Moslems, Buddhisten sind, oder einer anderen Glaubensrichtung angehören.
Sein Kreuz tragen scheint ein Phänomen zu sein, das jedem Menschen in der einen oder anderen Weise, in der einen oder anderen lntensität auferlegt ist. Sein Kreuz annehmen ist ein bewusst erlebtes Einbeziehen von Leid und Tod in unser eigenes Leben.
Leid und Tod sind für den Christen nicht Endpunkt in seinem Leben, sondern sein Blick, seine Hoffnung zielt auf die Auferstehung. Aber das Kreuz ist die Voraussetzung für die Auferstehung (Paulus) und wird somit zum Siegeszeichen.
Die hier gewählte Form der lnstallation ist einem Schiff nachempfunden. Das Kreuz Siegeszeichen und Mast zugleich. Der Mast als Träger des Segels - Richtung bestimmend, durch Unwetter aber auch durch ruhige Wasser führend, am Mast das Zeichen der Dreifaltigkeit.
Am Boden liegend die Kreuze:
- aufgenommen , bewusst angenommen, einbezogen in das Leben
Aber auch:
- abgeworfen, liegen gelassen, entledigt, da der Weg weitergeht ohne Kreuz, ohne Leid, ohne Tod. Auferstehung eben.“


Zusammengestellt von der Arbeitsgemeinschaft Geschichte Bad Nauheim
mit Unterstützung der Stadtarchivarin Frau Brigitte Faatz

Foto: Nici Merz (Wetterauer Zeitung)