Erinnerungsmale und Kunstobjekte am Wegesrand

Beneke Brunnen

Vor der Südwand des William-G.-Kerckhoff-Instituts.
Zu Ehren des ersten Bad Nauheimer Brunnenarztes, Prof. Dr. Friedrich Wilhelm Beneke (1824 -1882), Arzt in (Bad) Nauheim von 1857 bis 1882, Geh. Medizinalrat, Professor für pathologische Anatomie an der Philipps-Universität Marburg/Lahn.
Durch umfangreiche Forschungen wies er die heilsame Wirkung der Bad Nauheimer kohlesauren Solebäder bei chronischen Herzleiden nach und legte damit den Grund für Bad Nauheims Aufstieg zum international renommierten Herzheilbad. Die Stadt verlieh ihm das Ehrenbürgerrecht.
Das nach einem Modell von Prof. Heinrich Jobst gestaltete Brunnendenkmal wurde am 19. Juli 1910 feierlich enthüllt. Finanziert wurde die Anlage durch zahlreiche Spenden von Ärzten, Einwohnern der Stadt und Kurgästen, unterstützt durch die großherzogliche Kurverwaltung.
In der Brunnenschale steht ein aus Muschelkalk gefertigter Rundbau. Der Bildschmuck nimmt Bezug auf das Wirken Benekes als Bäderarzt und mit einem Reigen von allegorischen Putten-Gestalten auf seine Verdienste um deutsche Kinderheilstätten an der Nordsee (Norderney). Mehrere Seepferdchen am Sockel und die obenauf thronende griechische Gesundheitsgöttin Hygieia, Tochter des Asklepios, die Heilung Suchenden eine Schale mit heilbringendem Wasser reicht, vollenden das Bildprogramm.


Zusammengestellt von der Arbeitsgemeinschaft Geschichte Bad Nauheim
mit Unterstützung der Stadtarchivarin Frau Brigitte Faatz

Foto: Nici Merz (Wetterauer Zeitung)