Alle Informationen zu den aktuellen Baumaßnahmen der Kureinrichtungen in Bad Nauheim.
Der Waitz’sche Turm (erbaut ab 1736) wurde 2023 für die Nutzung der Sprudelhoftherme grundlegend saniert. Nach denkmalschutzrechtlichen Vorschriften wurde ein historischer Außenputz bis auf das Rohmauerwerk in verschiedenen Putzschichten aufgebracht. Weiterhin wurden die Sandsteinelemente überarbeitet und teilweise dem Ursprung nach ausgetauscht.Zum guten Schluss hat der Turm aus historischem Hintergrund angefertigte Holzläden zum Verschließen der Fensteröffnungen erhalten.
Nun wird der Waitz’sche Turm als eine Sauna der Sprudelhoftherme genutzt und ist ein historischer Hingucker sowie ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal des Saunagartens.
Der Gradierbau IV wurde auf Grund seines Alters sanierungsbedürftig. Die Hölzer, auf denen die Schwarzdornbündel liegen, brachen unter der Last der zunehmenden Versinterung.
Dadurch fielen vereinzelnde Schwarzdornbündel aus dem Gradierbau heraus.
Die Sanierungsarbeiten begannen im Jahr 2024. Im ersten Schritt wurde über ein Ausschreibungsverfahren ein Planungsbüro beauftragt, welches in Zusammenarbeit mit dem Kur- und Servicebetrieb der Stadt Bad Nauheim das Projekt umsetzt.
Der Bauablauf begann mit dem Ausbau der alten Bedornung. Im Anschluss wurde die freigelegte Holzkonstruktion begutachtet und die anfallenden Zimmermannsarbeiten konnten ausgeführt werden. Nach Überarbeitung des Holzständerwerks wurde der neue Schwarzdorn in den Gradierbau eingebaut. Die Sanierungsarbeiten konnten im Sommer 2025 abgeschlossen werden. Die Außenanlage wird in Eigenleistung wetterabhängig ausgeführt, im Anschluss wird der Bauzaun soweit möglich abgebaut. Die Solewanne stand jetzt einige Jahre trocken, diese hindert uns am bewässern des Gradierbaus. Es werden bis zum Saisonbeginn 2026 Maßnahmen ergriffen, um die Solewanne auf natürlichem Wege weitestgehend dicht zu bekommen.
Die tieferliegende Stützwand des Sauerbrunnens zeigte zunehmend immer größer werdende Risse. Daher musste das Bauwerk gemäß tragwerksplanerischer Prüfung gesperrt werden.
Eine entsprechende Sanierung befindet sich zurzeit in Planung.
Es wurden bisher Bodenuntersuchungen vorgenommen und Bauwerksgutachten erstellt.
Die Sanierung wird dann nach einer planerischen Ausarbeitung erfolgen.
Damit das Quellwasser des Sauerbrunnens den Besuchern weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung steht, wurde außerhalb ein kleiner Granitbrunnen aufgestellt und am Sauerbrunnen angeschlossen.
Die Entwässerung des Sauerbrunnens und der Löwenquelle erfolgt zurzeit durch die Gemarkung Friedberg über das Gelände des Recyclinghofes des Wetteraukreises in Dorheim und von dort direkt in die Wetter. Diese Situation ist aus internen wartungsrelevanten Gründen nicht tragbar und es besteht weiterhin die Forderung seitens des Abfallwirtschaftsbetriebes des Wetteraukreises (AWB), dass die Entwässerung nicht über das asphaltierte Grundstück des Recyclinghofes laufen soll. Die korrodierend wirkende Sole verursacht an einer Oberflächenwasser-Hebeanlage des AWB regelmäßig Störungen. Manchmal staut sich das Wasser zurück und überflutet den Sauerbrunnen.
Die zwingend notwendige Direkteinleitung des überschüssigen Heilwassers in die Wetter könnte dadurch kurzfristig unmöglich werden. Auch eine Entwässerung über einen Schmutzwasserkanal ist technisch und rechtlich nicht umsetzbar.
Die neue Entwässerungsleitung ist mit einer Freispiegelleitung von der Löwenquelle und dem Sauerbrunnen zu einem Pumpenschacht geplant. Vom Pumpenschacht wird eine Druckleitung auf dem Feldweg entlang zur „Wetter“ verlegt, um hier das Quellwasser direkt einzuleiten. Sämtliche Leitungen befinden sich dann auf städtischem Gelände.
Die Umsetzung erfolgt in zwei Bauabschnitten ab Herbst 2025 und endet Ende 2026.
Das Sonnendeck wurde im Winter / Frühjahr 2025 konstruktiv saniert. Der hochwertige Bangkirai Terrassenbelag wurde entnommen, um die Holz-Unterkonstruktion gegen eine Aluminium-Unterkonstruktion auszutauschen. Der Oberbelag konnte wiederverwendet werden, morsche Bangkirai-Laufbretter wurden ausgetauscht. Die gesamte neue Holzfläche wurde gereinigt und zur Pflege des Holzes geölt.
Die WC-Anlage am Ludwigsbrunnen ist sanierungsbedürftig und soll außerhalb der Saison im Winter 2025 saniert werden. Hierzu wurde ein denkmalschutzrechtlicher Antrag eingereicht und die Pläne zur Umsetzung stehen fest. Der Umbau / die Sanierung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Bauhof sowie externen Firmen. Die Eröffnung soll pünktlich zum Saisonstart 2026 des Wasserspielplatzes sein.
Der Gradierbau I steht mit seinem Inhalatorium in der Pipeline zur vollständigen Sanierung. Es werden hierfür zum aktuellen Zeitpunkt Förderanträge gestellt und die Planer-Ausschreibungen parallel vorbereitet, um diese nach Abschluss des Förderverfahrens veröffentlichen zu können. Die Baustellenphase soll im Winter 2026 beginnen, sodass der Gradierbau I und das Inhalatorium im Sommer 2028 wieder in Betrieb gehen können.
Bisher mussten sicherheitsrelevante Reparaturen ausgeführt werden, um eine Nutzung bis zum Beginn der Sanierung gewährleisten zu können.
Es ist geplant, dass der Ludwigsbrunnen wieder in Betrieb genommen wird, hierfür gibt es bisherige Planungen / Untersuchungen und ein Sanierungskonzept.
Es wurden bisher verschiedene Untersuchungen des Bodens durchgeführt. Zur Bestimmung der verschiedenen Bodenschichten wurden drei Bohrungen durchgeführt. Über drei Pegelrohre wurden seismische Messungen durchgeführt, um die Bodenstrukturen zu bestimmen. Mit diesen Erkenntnissen wurde ein Bodengutachten erstellt. Im Umfeld werden regelmäßige Bodenmessungen durchgeführt, um frühzeitig Verformungen / Setzungen feststellen zu können. Bislang gab es hier keine Auffälligkeiten. Im nächsten Schritt wurde ein Sanierungskonzept erarbeitet.
Es ist geplant, dass das Brunnenhaus denkmalschutzrechtlich abgebaut und seitlich sortiert gelagert werden soll. Im Anschluss wird als Bohrplanum ein Stahlbetonfundament errichtet, der vorhandene Brunnenschacht bleibt hierbei vorhanden.
Es wird ein Bohrrohr DN 600 als Hüllrohr bis in die Tiefe von 12m gesetzt, die vorhandene Steigleitung kann hieraus gezogen werden. Das neue Bohrrohr DN 600 verbleibt als Hüllrohr bis UK Schacht und verhindert, im Falle einer erneuten Senkung, eine Beschädigung der Brunnenrohre.
In der Tiefe bis 54m wird ein weiteres Bohrrohr DN 400 als Hüllrohr eingezogen. In diesem wird das neue Brunnenrohr DN 140 verlegt, im unteren Bereich schließt ein 50cm langes Filterrohr zur Aufnahme des Quellwassers an.
Das Brunnenrohr wird in einem zusätzlichen Schutzrohr einzementiert und es wird ein Filterkies eingebracht.
Am Ende wird ein Pumpversuch durchgeführt, um eine Inbetriebnahme sicherzustellen.
Das gelagerte Brunnenhaus kann nun auf der neu errichteten Stahlbetonplatte wie im Bestand wiederaufgebaut werden und das Kupferdach mit Holzkonstruktion sowie die Außenanlage können hergestellt werden.