Sinfoniekonzert

Sinfoniekonzert

mit der Kammerphilharmonie Bad Nauheim

Konzerte 16:00
25. September 2022

Leitung: Uwe Krause
Solist: Nathanael Carré, Flöte


Ludwig van Beethoven
Ouvertüre zu Fidelio

Mit „Fidelio“ schuf Ludwig van Beethoven eine tragische, heroische und erschütternde Oper, die eine bedeutende Thematik bedient und deren Menschlichkeit er durch seine Musik zu unterstreichen versucht.
Obwohl es von der Gattung her als Oper bezeichnet werden muss, ist es doch ein sehr „einzelgängerisches“ Werk. Historisch bewegt sich „Fidelio“ zwischen einem wienerischen Singspiel und einer französischen Rettungsoper, musikalisch bricht sich immer wieder seine 9.Symphonie als „Ode an die Menschlichkeit“ Bahn.
Dem „Giganten“ Beethoven geht es in seiner einzigen Oper „Fidelio“ darum, die Möglichkeit aufzuzeigen, sich gegen Willkür und Gewalt aufzulehnen und den Zuschauern seine Vorstellung einer humanistischen, von „verbrüdernden“ Ideen beseelte Welt einzuflößen.


Franz Krommer
Flötenkonzert in e-Moll, op. 86

Frantisek Kramar war einer von vielen böhmischen Musikern, die in Österreich, Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern berühmt wurden und dann ihren Namen eindeutschten - in seinem Fall zu Franz Krommer. Er galt als ernsthafter Konkurrent Beethovens, insbesondere in der Gattung des Streichquartetts. Zu Unrecht ist er etwas in Vergessenheit geraten. Seine Bläserkonzerte gelten als das Beste seines Schaffens.
Das Konzert hat die übliche dreisätzige Form, wobei der erste Satz, Allegro, etwa doppelt so lang ist wie die beiden anderen Sätze. Krommer weicht leicht von der üblichen Konzertform ab, das Werk mit einer ausführlichen Exposition nur für das Orchester zu beginnen, gefolgt von einer wiederholten Exposition mit Solo; in diesem Fall präsentiert er das erste Thema im Orchester, setzt aber an dieser Stelle die Flöte ein, um das Anfangsthema zu wiederholen. Das zweite Thema - vielleicht das dramatischste und einprägsamste Thema der Partitur - erscheint nur an dieser Stelle und auf dem Soloinstrument. Der Übergang von der feurigen Durchführung zur Reprise führt ein neues Thema ein.


Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 5 c-Moll, op. 67

„Ta-ta-ta-taaa“ – wer kennt sie nicht, die markanten Anfangstöne aus Beethovens fünfter Sinfonie? Über Herkunft und Interpretation dieses wohl berühmtesten Motivs der klassischen Musik scheiden sich dabei die Geister. War es die Goldammer? Glaubt man einem Beethoven-Schüler, so hat der kleine Singvogel im Wiener Prater dem Meister sein „Ti-ti-ti-tüüü“ zu gezwitschert. Ist aber erstens wenig aufregend und zweitens unwahrscheinlich, wenn man weiß, dass Beethoven zu dieser Zeit bereits halb taub war. Dann war es wohl eher das Schicksal, das mit diesen mahnenden Tönen „an die Pforte klopft“, wie Beethoven angeblich seinem Sekretär erklärt haben soll? Klingt schon besser, denn besonders fröhlich und unbeschwert war Beethovens Temperament – wie soll’s bei einem echten Genie auch anders sein? – natürlich selten. Erstrecht nicht, als ihn das für einen Musiker wichtigste Sinnesorgan im Stich ließ... Oder war das gemeinte „Schicksal“ doch eher politisch zu verstehen? Kluge Leute haben herausgefunden, dass das „ta-ta-ta-taaa“-Motiv durchaus Ähnlichkeit mit einer französischen Revolutions-Hymne hat. Dann wäre der Beginn der Sinfonie so etwas wie ein kämpferisches Statement gegen Napoleons Machthungrigkeit und für die eigentlichen Werte der französischen Revolution? Dazu passt jedenfalls, dass auch die martialische Musik, zu der sich die Sinfonie im Finale durchringt, an einen Freiheitschor vom Komponisten der „Marseillaise“ erinnert. Da wird Beethoven nun also zum agitatorischen Volksredner!? Fehlt allerdings noch die musikalischste und vielleicht entscheidende Einordnung des „Schicksalsmotivs“: Es dient als Motor der ganzen Sinfonie. Zwar ist das Motiv so banal, dass jeder darauf hätte kommen können. Was aber Beethoven daraus macht, wie er es im Laufe des Werks verwandelt und entwickelt, welche Dramatik und Dynamik er damit erzeugt – das ist einzigartig. Kein Komponist vor ihm hatte es gewagt, eine einzige simple Tonfolge zum Ausgangspunkt einer ganzen Sinfonie zu machen. Also am besten einfach mal hören und staunen, wie oft und immer neu das „ta-ta-ta-taaa“ insgesamt im Stück erklingt!“
Julius Heile

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2-G-Regelung: Der Besuch der Sinfoniekonzerte ist nur mit aktuellem
Nachweis der vollständigen Impfung oder der Genesung möglich.
Der Nachweis ist beim Einlass vorzulegen.

Veranstaltungsort

Jugendstil-Theater
Elvis-Presley-Platz 1
61231 Bad Nauheim

Veranstalter

Verein zur Förderung Sinfonischer MusikVeranstalterwebseite
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Termine

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Einlasszeit
Datum 25. September 2022
Veranstaltungsbeginn 16:00 Uhr
Veranstaltungsende 18:00 Uhr