Sinfoniekonzert

Sinfoniekonzert

mit der Kammerphilharmonie Bad Nauheim

Konzerte 16:00 Uhr
28. Juni 2026

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
(1756 - 1791)

Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2
(1817 - 1890)

Dirigent: Uwe Krause
Solist: Elias Moncado (Violine)


Ja, Kritiker können gnadenlos sein, und sie können gewaltig irren. Wie der Wiener Musikpapst Eduard Hanslick, der Tschaikowskys Violinkonzert auf eine Art und Weise niedermachte, wie es heute wohl niemand mehr wagen würde. Hanslick hörte aus dem Werk unter anderem "ein seltsames Gemisch von Originalität und Rohheit, von glücklichen Einfällen und trostlosem Raffinement“ heraus. Da werde "nicht mehr Violine gespielt, sondern Violine gezaust, gerissen, gebleut". Tschaikowsky konnte die verbalen Entgleisungen von Hanslick bis zu seinem Lebensende auswendig zitieren. Doch letztlich stand der Komponist über dieser Kritik, er verstand es, sich mit Ironie davon zu distanzieren. Das Urteil über sein Violinkonzert fällte die Nachwelt, bald gehörte es zum eisernen Bestand des romantischen Konzertrepertoires. Ein Meisterwerk.
Text von Norbert Hornig

Robert Schumann publizierte am 28. Oktober 1853 in der Neuen Zeitung für Musik einen Aufsatz, der für Brahms künstlerische Entwicklung von prägender Bedeutung werden sollte. Seine euphorische Einführung des 20-jährigen Johannes Brahms und eine musikalische Öffentlichkeit - als der, „der den höchsten Ausdruck der Zeit ein idealer Weise auszusprechen berufen“ ist - bedingt nicht nur eine äußerst kritische Haltung des Musikwelt, sondern bewirkte auch in dem überaus selbstkritischen Brahms erhöhte Skrupel, den nunmehr an ihn gestellten Erwartungen gerecht werden zu können.
Das Studio ältere Musik und kompositorischer Techniken nicht nur seiner Vorgänger Haydn, Mozart und Beethoven, sondern auch die von Bach, Händel, Vivaldi und Scarlatti beschäftigte ihn in den kommenden Jahren zwecks Verfeinerung seines handwerklichen Könnens. Während Liszt und Berlioz als zeitgenössische Form die symphonische Dichtung entwickelten, hielt Brahms an einem nicht programmatisch gestützten, traditionellen Sinfoniebegriff fest. Brahms ist bereits 43 Jahre alt, als er seine erste Sinfonie vollendet. Pläne für eine Sinfonie liegen 20 Jahre zurück. Brahms schreibt:“… mit einer Sinfonie ist heutzutage nicht zu spaßen“. Diese Aussage ist in Zusammenhang mit dem von Richard Wagner formulierten Gedanken zu verstehen, dass nach Beethoven die Komposition einer Sinfonie prinzipiell nicht mehr möglich ist. Beethoven habe die sinfonische Form auf einen Höhepunkt geführt, der ihre Verfallsgeschichte einleitete. Tatsächlich ist die Geschichte der Sinfonie nach Beethoven eine Geschichte des musikalischen Experimentierend. Alle Nachfolger, so auch Brahms, maßen ihre Kräfte mit ihm, wenn sie sich der sinfonischen Form zuwandten.
Die zweit Sinfonie entstand, knapp ein Jahr nach der viel gelobten Uraufführung der ersten, am Wörthersee im Jahre 1877 und wurde am 30. Dezember des selben Jahres in Wien uraufgeführt. Über die idyllische Umgebung des Entstehungsortes schrieb Brahms: „Da fließen die Melodien, dass man sich hüten muss, keine zu treten“.
Brahms 2. Sinfonie ist die populärste und eingängigste seiner Sinfonien. Nach der sehrt erfolgreichen Wiener Uraufführung konnte sie sich erstaunlich rasch durchsetzen Fast überall dort, wo sie im Laufe des Jahres 1878 aufgeführt wurde, fand sie eine enthusiastische Aufnahme , und die hatte eine entsprechen gute „Presse“.
Eduard Hanslick, Brahms intimer Freund, schrieb 1878 in der „Neuen Freien Presse“: … Die zweite Sinfonie scheint wie die Sonne erwärmend auf Kenner und Laien, sie gehört allen, die sich nach guter Musik sehnen,… - Als ein unbesiegbarer Beweis steht dies Werk da, dass man nach Beethoven noch Symphonien schreiben kann. obendrein in den alten Formen auf den alten Grundmauern.“

Veranstaltungsort

Jugendstil-Theater
Elvis-Presley-Platz 1
61231 Bad Nauheim

Veranstalter

Verein zur Förderung Sinfonischer MusikVeranstalterwebseite
Tickets kaufen

Termine

Datum
Veranstaltungsbeginn
Veranstaltungsende
Einlasszeit
Datum 28. Juni 2026
Veranstaltungsbeginn 16:00 Uhr
Veranstaltungsende 18:00 Uhr
Einlasszeit 15:30 Uhr