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Wir arbeiten für deine Stadt

#wirarbeitenfürdeinestadt

Wir arbeiten für deine Stadt

#wirarbeitenfürdeinestadt

Rund 500 Menschen arbeiten für die Gesundheitsstadt Bad Nauheim. Einige sehen wir täglich im Stadtgebiet, etwa beim Reinigen der Straßen oder Pflegen der Grünflächen. Viele städtische Beschäftigte arbeiten jedoch im Hintergrund und sind nicht jeden Tag „präsent“. Jeder für sich ist ein bedeutendes Zahnrad im Uhrwerk „Stadtverwaltung“ und leistet einen wichtigen Beitrag für das Zusammenleben. Mit unserer Serie #wirarbeitenfürdeinestadt stellen wir euch einige dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor.

Stephen De Pretto | © Magistrat

Stephen De Pretto

Kita "Zauberwald"

Einen abwechslungsreicheren Job gibt es nicht!

Heute berichtet Stephen De Pretto von seiner vielseitigen und schönen Aufgabe als Leiter der Kita Zauberwald Steinfurth

Die Kita Zauberwald ist eine Einrichtung im Stadtteil Steinfurth. Die Kita liegt am Rande des Dorfes in unmittelbarer Nähe von Wald und Feld. Die Einrichtung selbst ist umgeben von einem großen Außengelände mit zahlreichen Spielmöglichkeiten. Rund 80 Kinder teilen sich auf die Gruppen Knusperhäuschen, Hexenkessel, Eulennest und Drachenhöhle auf – oder kurz „gelbe, grüne, rote und blaue Gruppe“. Heute berichtet Stephen De Pretto von seiner vielseitigen und schönen Aufgabe als Leiter der Kita Zauberwald Steinfurth. Stephen ist 44 Jahre alt und ist Vater von zwei Kindern. In seiner Freizeit unternimmt er viel mit seiner Familie, ist großer Fan von Eintracht Frankfurt (gut so! Anm. der Red.), fährt Motorrad und betätigt sich gerne kreativ.

Hallo Stephen – danke, dass Du uns ein bisschen an Deiner Arbeit teilhaben lässt. Erzähl mal, warum hast Du diesen Beruf gewählt?

Es gibt keinen abwechslungsreicheren Job als diesen. Man kann vieles erreichen bei den Kindern, man wird gebraucht. Ob nun die Kinder kommen, weil sie Fragen haben und man ihnen bei einer Aufgabe helfen kann oder ob sie einfach nur mal jemanden an ihrer Seite brauchen: Man kann für die Kinder da sein, quasi ein vertrauensvoller „Buddy“, und das ist das Schöne an meinem Job.

Jedes Kind hat seinen eigenen Charakter, seine Stärken und Schwächen. Wir Erzieherinnen und Erzieher nehmen die Kinder an, so wie sie sind und bauen unsere Arbeit darauf auf. Die Eltern lassen ihr Kind gehen und geben es damit für einen Teil seines Tages in unsere Hände. Dieser wichtige Schritt im Leben eines Kindes ist eine besondere Herausforderung, die wir begleiten. Es beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt für die Kinder und auch für die Eltern.
Wichtig ist die Schaffung einer positiven Basis zwischen Elternhaus und Einrichtung. Dass es den Kindern gut geht und sie gerne in die Kita kommen, das ist meine tägliche Motivation.

Was ist Deiner Meinung nach die wichtigste Eigenschaft oder Fähigkeit, die eine Erzieherin / ein Erzieher mitbringen muss? Was braucht man, um ein guter Erzieher zu werden? Welche Überzeugungen oder Charaktereigenschaften?

Man sollte empathisch sein und offen für alles, was einem begegnet. Man sollte Spaß daran haben, die Kinder beim größer werden auf ihrem Weg zu begleiten.

Einfühlungsvermögen ist wichtig, nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern gegenüber. Man muss geduldig sein können, jedes Kind wertschätzen und sensibel und bedürfnisorientiert auf jedes einzelne eingehen. Du musst außerdem mit ganzem Herzen dabei sein.

Und warum gerade die Kita Zauberwald?

Ich arbeite seit 2011 bei der Stadt Bad Nauheim und fühle mich sehr wohl. Ich wohne in Schwalheim und bin froh über den kurzen Arbeitsweg. Mir gefällt, dass die Kita ein wunderschönes, großes Außengelände für die Kinder hat. Auch die Nähe zum Wald für Waldausflüge spricht für sich. Außerdem fühle ich mich wohl mit dem Arbeitgeber „Stadt Bad Nauheim“. Die Stadt ist ein sozialer Arbeitgeber, dem der einem die Möglichkeit gibt, seine Anliegen, so sie berechtigt und machbar sind, umzusetzen. Es ist ein moderner Arbeitgeber, dem Förderung und Gesundheit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig sind. Luft nach oben gibt es natürlich immer …. (lacht).

Wie sieht denn so ein Tag für die Kinder in der Kita Zauberwald aus?

Es gibt natürlich feste Zeiten, wie z.B. Bring- und Abholzeit, Morgenkreis, Mittagessen und Mittagsschlaf für die jüngeren Kinder etc.. Kinder brauchen feste Regeln und Ordnungen. Damit können sie ihr Miteinander selbst organisieren und sich zurechtfinden.

Bei uns erfahren die Kinder durch einen strukturierten Tagesablauf ein soziales Regelwerk, das Sicherheit und Fairness vermittelt. Neben Projektarbeit, Vorschulangebote in den Gruppen oder beispielsweise dem Forscherclub ist uns die Freispielzeit der Kinder wichtig.

Das freie Spiel zeichnet sich dadurch aus, dass die Kinder selbständig Spielkameraden, Spiel- und Beschäftigungsmaterialien, Spielort und –dauer selbst wählen können. Freispiel ist sozusagen die „Arbeit“ der Kinder. Das freie Spiel ist sicher genauso wichtig wie feste Regeln.

Wir bieten den Kindern eine Teilöffnung an, das heißt die Kinder haben ihre Stammgruppen mit ihren Erzieherinnen und Erzieher, in denen sie bis ca. 9:15 Uhr bleiben. Danach können die Kinder sich bis 10:30 Uhr frei in der Kita bewegen, sie können andere Kinder besuchen, haben die Möglichkeit im Flurbereich die Verkleidungsecke sowie die Indoor-Rutsche ins Bällebad zu nutzen und vieles andere mehr.

Um 7:30 Uhr treffen die ersten Kinder ein. Ab 8:00 Uhr gibt es Frühstück. Darauf bin ich besonders stolz, denn wir bieten unseren Kindern für sehr kleines Geld ein abwechslungsreiches, ausgewogenes und vollwertiges Frühstücksbuffet an. Freitags ist der „Cheat-Day“ – da gibt es auch mal Marmelade, ansonsten ist das Frühstück zuckerarm und gesund.

Um dem kindlichen Bewegungsdrang zu entsprechen, steht ein Bewegungsraum und ein großer Außenbereich zur Verfügung. Regelmäßige Bewegungsraumzeiten und Freispielzeiten auf dem Außengelände gehören zum täglichen Ablauf.

Und dein Tag? Wie gestaltet sich der?

Als Leitung der Kindertagesstätte bin ich von der Gruppenarbeit freigestellt. Ich kümmere mich um Verwaltungsaufgaben, bin verantwortlich für die Erstellung der Dienstpläne, die Etatverwaltung, Abrechnungen, Statistiken und Qualitätsmanagement sowie die Modulbuchungen.

Außerdem nehme ich an den Elternbeiratssitzungen teil und vertrete die Einrichtung nach außen: in den Gremien der Stadt, beim Kontakt zu Schulen, Kirchen, Beratungsstellen, Medien. Ich beantworte Fachfragen, führe Eltern- und Mitarbeitergespräche und versuche Konflikte zu lösen, falls denn welche auftreten.

Und ich bin froh, ein solch tolles Team zu haben, das immer wieder neue Ideen hat, wie beispielsweise eine Glühwürmchenwanderung. Wenn diese Ideen umsetzbar sind, bin ich immer gerne bereit, diese mitzugehen. Gemeinsam läuft unsere Kita wunderbar und ich komme jeden Morgen gerne auf die Arbeit.

Das ist aber viel „Verwaltungskram“, oder?

Ja, schon. Aber ich kann ja trotzdem kreativ sein. Ich plane zum Beispiel, einen Outdoor-Frühstücksbereich herzurichten mit Campingbänken und Sonnenschirmen, damit die Kinder bei schönem Wetter auch draußen frühstücken können.

Außerdem bin ich stolz auf unsere relativ neue Bodendusche, sie ist der absolute Renner bei den Kindern.

Und unter uns: Wenn die Büroarbeit zu viel wird, gehe ich einfach kurz raus zu den Kindern, bis der Kopf wieder frei ist. Danach geht die Erstellung von Statistiken auch wieder leichter von der Hand …. (lacht).

Wenn Du heute Deinem 16-jährigen „Ich“ begegnen würdest – was würdest Du ihm raten:

Puh, schwierig. Ich würde sagen: „Sei Du selbst, sei ehrlich zu Dir und genieße das Leben. Sei nicht enttäuscht, wenn nicht alles direkt klappt, aber bleib am Ball und gibt nicht auf. Aufgeben ist keine Option.“

Danke Stephen, für das interessante Gespräch und weiterhin viel Freude bei der Arbeit mit den Kindern.

Berichtet wird über die „normale Alltagssituation“ in der Kita – ohne Coronaregeln.

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