Steinbrücken im Kurpark sind wieder frei | © Magistrat
lebenswert

Steinbrücken im Kurpark sind wieder frei

Sanierung in den letzten Zügen - Brücken wurden vollständig abgetragen und erneuert
13. November 2020

Parkbesucher*innen können wieder ihre gewohnten Laufwege nehmen: Die gesperrten Steinbrücken im Kurpark dürfen wieder betreten werden. Bürgermeister Klaus Kreß machte sich in dieser Woche ein Bild von den fast fertiggestellten Sanierungsarbeiten: „Seit April werden die Brücken am Wasserfall und am kleinen Teich aufwendig erneuert, um die Verkehrssicherheit für die nächsten Jahrzehnte zu gewährleisten. Spaziergänger*innen können sie damit wieder sicher nutzen.“ Bis etwa Ende des Jahres werden alle Arbeiten, die sich an den historischen Originalen der Brücken orientiert haben, abgeschlossen sein.

„Bei unseren regelmäßigen Bauwerksprüfungen wurden bei den Brücken, die beide aus den 30er-Jahren stammen, derart schwere Schäden am Naturmauerwerk und den Fahrbahnplatten festgestellt, dass hier eine grundhafte Erneuerung notwendig wurde. Risse, Ausbrüche sowie lose und fehlende Fugenteile führten dazu, dass das Gefüge der Steine über die Zeit lose und instabil geworden war“, erklärt Steffen Schneider, Fachbereichsleiter Kur- und Servicebetrieb, die Sanierungsgründe.

Zunächst wurden 2016 einige Sofortmaßnahmen umgesetzt, um die Tragfähigkeit zu gewährleisten. Die Brücke am kleinen Teich wurde mit einer zusätzlichen Betonplatte überspannt, damit sie trotz der Schäden für Fußgänger*innen weiterhin sicher nutzbar blieb. Bei der Brücke am Wasserfall reichte es aus, diese für Fahrzeuge mittels Poller zu sperren, um weitere Beschädigungen zu verhindern. Die Vergabe der eigentlichen Bauleistungen verzögerte sich erheblich, da bei einer ersten Ausschreibung aufgrund der Auslastung der Baubranche keine Angebote abgegeben wurden. Eine zweite Ausschreibung wurde nötig.

Vor Beginn des Abrisses in diesem Frühjahr musste das Wasser von den Baustellenbereichen abgehalten werden. Dazu wurde der Wasserlauf umgeleitet. Zudem wurden der Wasserfall und der Bachlauf hinter der kleinen Brücke für die Zeit der Baumaßnahmen trockengelegt.

„Im Mai wurden beide Brückenbauwerke komplett abgetragen und nach denkmalrechtlichen Vorgaben und unter Verwendung des vorhandenen und noch gut erhaltenen Natursteins wiederaufgebaut. Dieser orientierte sich an den historischen Vorbildern“, erklärt Volkmar Dörn, Fachdienstleiter Kureinrichtungen und Therme und ergänzt, „da die ehemaligen Brüstungshöhen nicht den heutigen Vorgaben entsprechen, erhalten diese zusätzlich schlichte Eisengeländer. Die Ausführung wurde mit der zuständigen Denkmalbehörde abgestimmt.“

Parallel zu den Sanierungsarbeiten wurde der Bachlauf hinter der kleinen Brücke gereinigt und der Uferbereich ausgebessert. Auch der Wasserfall, dessen Baukonstruktion über die Jahre starke Schäden aufwies, wurde instandgesetzt. „Zudem wird die gesamte Pflanzfläche um den Wasserfall gärtnerisch komplett neu angelegt und gestaltet. Diese Arbeiten erledigen unsere Mitarbeiter*innen aus dem Kur- und Servicebetrieb in Eigenleistung“, betont Schneider und der Bürgermeister unterstreicht, „damit wird dieser beliebte Bereich wieder zu einem echten ‚Hingucker‘, der die Gäste unseres Kurparks lange Zeit erfreuen wird.“

Die Gesamtkosten für die Brückensanierung belaufen sich auf rund 600.000 Euro.