Goldsteinpark: Treffpunkt für Jugendliche soll entstehen | © Magistrat
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Goldsteinpark: Treffpunkt für Jugendliche soll entstehen

Freiraumkonzept sieht überdachte Sitzlandschaft, Sportangebote, Solarbank mit Ladefunktion und Bühne vor
15. Oktober 2020

Die Idee eines neu geschaffenen Freiraums für Jugendliche im Goldsteinpark ist ein langjähriger Wunsch des Jugendbeirats der Stadt Bad Nauheim. Um eine Umsetzung möglich zu machen, hatte die Stadtverordnetenversammlung 15.000 Euro für Planungskosten zur Verfügung gestellt. „Der Goldsteinpark ist ideal dafür, da die großzügige Grünfläche viel Potential zur Entfaltung bietet. Die Jugendlichen können sich hier sportlich betätigen oder einfach zusammen „chillen“, wie es auf Neudeutsch heißt. Auch kulturelle Veranstaltungen sollten im Goldstein möglich sein, wie es bereits zur Landesgartenschau der Fall war“, erklärt Bürgermeister Klaus Kreß.

Befragungen der Jugendlichen im Vorfeld
Von Seiten des Jugendbeirats wurden im Vorfeld zwei Jugendbefragungen durchgeführt. Die daraus entstandenen Anregungen wurden dem Ausschuss für Soziales, Jugend und Senioren im Juni vergangenen Jahres präsentiert. Im Anschluss legte der Jugendbeirat ein Anforderungsprofil mit Ideen für den Freiraumpark vor, welches dem Sozialausschuss erneut, im Februar dieses Jahres, vorgestellt wurde.

Auf dieser Grundlage entwickelte das von der Stadt beauftragte Planungsbüro Burghammer aus Wetzlar in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Stadtentwicklung das Freiraumkonzept, immer in enger Abstimmung mit Vertretern des Jugendbeirates.

Gestaltung des „Freiraums“
Die weiten Rasenflächen im Goldsteinpark sollen durch das Konzept vielfältiger nutzbar und erlebbar werden. Neben Sport- und Veranstaltungsflächen wird ein Begegnungsbereich geschaffen, der als Ausgangspunkt für die unterschiedlichen Aktivitäten genutzt werden kann.

Auf dem Gelände der ehemaligen Themengärten während der Landesgartenschau 2010 wird ein zentraler Treffpunkt geschaffen: Neben diversen Sportangeboten wie einer Soccout-Arena, Basketball und Tischtennis ist eine große Sitzlandschaft aus langlebigen, hellbraunen und terrakottafarbenen, ergonomisch geschwungenen Betonelementen geplant. Durch die unterschiedlichen Formen und Größen werden vielfältige Sitzmöglichkeiten geboten. Überdacht mit einer begrünten Pergola und seitlich bepflanzt mit Duftsträuchern wird hier ein attraktiver Kommunikationsraum geschaffen, der sowohl von größeren als auch kleineren Gruppen zum Verweilen genutzt werden kann. „Unter anderem wird hier eine Solarbank mit Ladestation für Mobiltelefone errichtet, sodass man mitten im Park einen Lade-Stop einlegen kann. Selbstverständlich ist auch an WLan gedacht worden“, ergänzt der Rathauschef.

Gegenüber den Rasenstufen im Norden der Anlage ist eine erhöhte Bühne mit einer Grundfläche von 260m², die mit einem großen, muschelförmigen Wettersegel überspannt wird, vorgesehen. Die Bühne wird mit Holz oder Betonplatten ausgelegt, so dass eine saubere, ebene Fläche entsteht. Wo nötig, wird das Gelände mit Stufen abgefangen. Die bereits vorhandenen Rasenstufen und die vorgelagerte Rasenfläche dienen dabei als großzügiger Zuschauerraum. Die Flächen südlich der Bühne werden als Ballspielwiese genutzt.

Die bestehende Disc-Golf-Anlage mit sechs Bahnen im Grünzug Im Sichler wird aufgelöst. Ein Großteil der vorhandenen Ausstattung kann wiederverwendet und auf neun Bahnen erweitert werden. Abwurfpunkte und Ziele sind auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt und fügen sich in die Landschaft ein.

Zudem soll in der Nähe des KIKS UP-Gebäudes ein Trinkbrunnen entstehen.

Kosten und Baubeginn
„Die Bau- und Planungskosten betragen insgesamt rund 400.000 Euro. Hiervon entfällt ein Großteil auf die Bühne. Wegen der coronabedingt angespannten Haushaltssituation könnte diese gegebenenfalls erst 2022 errichtet werden. Alle anderen Bestandteile des Konzepts müssten in 2021 gebaut werden, um den langjährig geforderten Treffpunkt für Jugendliche endlich Wirklichkeit werden zu lassen“, sagt Kreß, der auch ausdrücklich den engagierten Mitgliedern des Vereins der Goldsteinfreunde Bad Nauheim für ihre langjährigen Aktivitäten und Pflegearbeiten für den Goldsteinpark dankte.

Kürzlich hat der Magistrat über das Freiraumkonzept beraten und dieses befürwortet. Im November müssen noch die Ausschüsse sowie die Stadtverordnetenversammlung darüber beschließen.

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