Der Bäderpfennig wird erhöht
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Der Bäderpfennig wird erhöht

Finanzielle Förderung für die Heilbäder und Kurorte in Hessen
16. November 2020

Mit zusätzlichen 15 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Hessens gute Zukunft sichern“ fördert das Land Hessen die Heilbäder und Kurorte in den nächsten drei Jahren. Darauf verständigten sich die Hessische Landesregierung und die Kommunalen Spitzenverbände im „Kommunalpakt“, der in der vergangenen Woche vorgestellt wurde. Damit erhöht sich der so genannte „Bäderpfennig“ von 13 auf 18 Millionen Euro.

Die Corona-Pandemie trifft die Heilbäder und Kurorte in Hessen besonders schwer, denn die kosten- und personalintensive Struktur kann kaum mehr finanziert werden. Der Hessische Heilbäderband geht davon aus, dass in den Heilbädern und Kurorten in den nächsten drei Jahren ein zusätzlicher Finanzbedarf in Höhe von 66 Millionen Euro entsteht. „Wir brauchen deshalb zu der bisherigen Hilfe ein dreijähriges Sonder-Programm, das die Fixkosten abdeckt und einen Teil der hohen Defizite ausgleicht. Von finanziellen Spielräumen für größere Investitionen wagen wir derzeit erst gar nicht zu träumen,“ erklärt der Vorsitzende des Hessischen Heilbäderverbandes, Michael Köhler.

„Wir sind sehr dankbar für die finanzielle Förderung“, betont Bad Nauheims Bürgermeister Klaus Kreß. „Es geht darum, unsere medizinisch-therapeutische Kompetenz zu sichern. Bad Nauheim ist ein Leuchtturm in Sachen Prävention und vor allem Rehabilitation, und das wollen wir auch bleiben!“

Am „Bäderpfennig“, dessen Verteilerschlüssel besonders einwohnerschwache Orte fördert, partizipieren 26 der 30 Heilbäder und Kurorte. Er macht die Vorhaltung und Pflege der kurspezifischen Infrastruktur möglich und soll gleichsam Steuernachteile auffangen, da in den prädikatisierten Orten aufgrund der Vorgaben Gewerbe nur eingeschränkt angesiedelt werden kann.