Verlängerung Lockdown, Beschränkung Kontakte | © pixabay
corona

Verlängerung Lockdown, Beschränkung Kontakte

Update #100
7. Januar 2021

Der harte Lockdown, der zunächst bis zum 10. Januar gilt, wird verlängert. Der Bund und die Länder haben sich drauf verständigt, dass dieser bis zum 31. Januar fortgesetzt und in einigen Bereichen ausgeweitet wird. Hessen hat die Maßnahmen am Mittwoch mit einem Beschluss bestätigt. Sie gelten ab Montag, dem 11. Januar. Bürgermeister Klaus Kreß dazu: „Wir müssen weiter diszipliniert und geduldig sein und Verständnis für die Maßnahmen aufbringen. Nur, wenn wirklich jeder die Regeln beherzigt und befolgt, bekommen wir die Infektionszahlen so in den Griff, dass Infektionsketten wieder einwandfrei verfolgt werden können. Lockerungen würden uns zu diesem Zeitpunkt zurückwerfen.“

Kontaktbeschränkungen
Private Kontakte werden weiter beschränkt. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch die Angehörigen des eigenen Hausstandes mit einer weiteren Person eines anderen Hausstandes treffen. Die Ausnahme, dass Kinder unter 14 Jahren nicht berücksichtigt werden, entfällt. Sie zählen nun mit. Für den privaten Bereich, also die eigene Wohnung, empfiehlt das Land Hessen dringend, diese Regel ebenfalls zu befolgen. Erlaubt bleiben die Begleitung und Betreuung minderjähriger oder unterstützungsbedürftiger Personen. Die Einschränkung gilt auch nicht im Rahmen der gegenseitigen Übernahme der Kinderbetreuung durch höchstens drei Familien (familiäre Betreuungsgemeinschaft), wenn die sozialen Kontakte im Übrigen nach Möglichkeit reduziert werden.

Kitas nur bei dringender Betreuungsnotwendigkeit nutzen
Das Land hat kein Betretungsverbot für die Kitas ausgesprochen, der Betrieb soll aber weiterhin auf ein Minimum reduziert werden. Es gilt also weiter der Apell, wo immer es möglich ist, Kinder von zu Hause zu betreuen. „Bitte bringen Sie ihre Kinder wirklich nur an den Tagen, an denen Sie keine andere Betreuungslösung oder -alternative finden“, unterstreicht Erster Stadtrat und Sozialdezernent Peter Krank und ergänzt, „für diese Zeiten berechnen wir Ihnen keine Kitagebühren. Diese müssten nach der geltenden Satzung normalerweise erhoben werden.“ Die Beiträge werden im Voraus eingezogen. Das bedeutet, dass für bereits gezahlte Gebühren für Januartage, an denen die Kinder nicht in die Einrichtung gebracht werden, eine Rückzahlung im Februar veranlasst wird.

Die Stadt ist sich der erneut enormen Herausforderung für die Eltern bewusst, sieht es jedoch als absolut notwendig, nun weiter konsequent an der Eindämmung der Pandemie zu arbeiten. Nur so kann es Ende Januar zu weiteren Lockerungen kommen. Die Landesregierung teilte auch mit, dass ein Elternteil bis zu zehn zusätzliche Tage Kinderkrankengeld in Anspruch nehmen könne, wenn Kinder zu Hause betreut würden.

Geschlossen
Geschlossen bleiben weiterhin die Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie der Einzelhandel bis auf Geschäfte des täglichen Bedarfs. Auch sind körpernahe Dienstleistungen etwa von Frisören, Massagepraxen, etc. weiterhin nicht möglich. Die städtische Bücherei bleibt geschlossen, ebenso der Quellenausschank in der Trinkkuranlage und alle Bad Nauheimer Sportanlagen. Speisen zum Mitnehmen dürfen in Bad Nauheimer Gastronomiebetrieben weiterhin abgeholt oder geliefert werden. Ein Verzehr vor Ort ist nicht möglich. „Machen Sie weiterhin davon Gebrauch und unterstützen Sie Ihre Lieblingslokale“, appelliert Bürgermeister Kreß und weist erneut auch auf die unterschiedlichen digitalen Einkaufsmöglichkeiten Bad Nauheimer Läden hin (www.bad-nauheim.de/einkaufen-im-lockdown ) hin.

Bewegungsradius kann eingeschränkt werden
Eine neue Regel tritt in Kraft, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner*innen wieder den Schwellenwert von 200 Neuinfektionen überschreitet. Dann wird der Wetteraukreis per Allgemeinverfügung den persönlichen Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort begrenzen, sofern kein triftiger Grund vorliegt, diesen Bereich zu verlassen. Damit sollen Tagesausflüge, die vor allem in den Schneegebieten stark zugenommen haben, unterbunden werden. Auch die nächtliche Ausgangssperre von 21 Uhr bis 5 Uhr kann bei einer 200er-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen wieder festgesetzt werden. Dies ist im Wetteraukreis und damit in Bad Nauheim derzeit nicht der Fall.