Feuerwerksverbot, Kontrollen, Ausgangssperre | © pixabay
corona

Feuerwerksverbot, Kontrollen, Ausgangssperre

Update #098
28. Dezember 2020

„Wir stehen kurz vor Silvester - einem außergewöhnlichen Silvester ohne größere Partys und Treffen auf der Straße, um das neue Jahr mit einem Feuerwerk zu begrüßen. Diesmal werden wir zu Hause, im kleinsten Kreis, in das neue Jahr starten. Damit schützen wir nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Mitmenschen! Im Wetteraukreis und damit auch in Bad Nauheim gilt zudem an Silvester im kompletten öffentlichen Raum ein Feuerwerksverbot“, betonen Bürgermeister Klaus Kreß und Erster Stadtrat Peter Krank.

Verkauf von Feuerwerk verboten
In diesem Jahr gilt bundesweit ein Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerke. Der Einzelhandel darf diese nicht anbieten. Eine Ausnahme gilt für Feuerwerke der Kategorie F1 der Kleinstfeuerwerke: Dabei handelt es sich um Artikel, die eine sehr geringe Gefahr darstellen und einen Schallpegel besitzen, der vernachlässigbar ist. Beispiele dafür sind Tischfeuerwerke, Eisfontänen, Wunderkerzen, Partyknaller, Bodenwirbel, Knallerbsen und ähnliches. Sie dürfen das ganze Jahr über gekauft und ab dem 12. Lebensjahr erworben werden.

Feuerwerksverbot im Wetteraukreis
Der Kreis hat per Allgemeinverfügung ein generelles Verbot für das Zünden von Feuerwerkskörpern im öffentlichen Raum für den gesamten Wetteraukreis erlassen. Dazu zählen neben öffentlichen Plätzen sämtliche Straßen, Wege und auch Parkplätze. Unabhängig davon hatten Bürgermeister Klaus Kreß und Erster Stadtrat Peter Krank im Vorfeld ein Feuerwerksverbot für viele öffentliche Orten in Bad Nauheim geplant. Dies betraf unter anderem den Sprudelhof, den Johannisberg, die Parkanlagen, den Marktplatz oder das Parkdeck in der Schwalheimer Straße. Die Allgemeinverfügung des Kreises deckt die gesamte Wetterau ab und schließt damit diese Orte ein.

Außerdem wird die dringende Empfehlung ausgesprochen, auch im privaten Bereich das Zünden von Feuerwerken zu unterlassen. Bürgermeister Klaus Kreß dazu: „Wir begrüßen die Entscheidung des Landrates, denn sie bestätigt und untermauert unseren Kurs. Wir bitten zudem alle Bad Nauheimer*innen auch auf dem eigenen Grundstück darauf zu verzichten.“

Für Bad Nauheim gilt seit einigen Jahren bereits - nach der Sprengstoffverordnung - ein Feuerwerksverbot im Bereich von brandempfindlichen Gebäuden, beispielsweise vor Fachwerkhäusern in der Altstadt, vor Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen und Kirchen. „Diese Maßnahme ist sinnvoll und absolut nötig, wie die Brände in den vergangenen Jahren an Silvester in unserer schönen Altstadt gezeigt haben. Der Brand am Stadtarchiv oder in der Schulstraße waren sehr schlimm - und vermeidbar. Das darf sich nicht wiederholen“, sind Kreß und Krank einer Meinung.

„Das Feuerwerksverbot erfüllt zudem eine wichtige Aufgabe in Zusammenhang mit Corona: Wir verhindern Zusammenkünfte, die immer Potential haben, das Virus weiterzutragen. Um die Einhaltung umfassend kontrollieren zu können, stellen wir von städtischer Seite in dieser Nacht zusätzliche Sicherheitskräfte zur Verfügung. Sie sind neben der Polizei präsent und überprüfen nicht nur Verstöße gegen das Feuerwerksverbot, sondern auch gegen die Ausgangssperre sowie nicht zulässige Versammlungen“, unterstreicht der Erste Stadtrat.

Rathauschef Klaus Kreß: „Bitte denken Sie auch an das Krankenhauspersonal und die Rettungskräfte, die derzeit nicht auch noch durch die Versorgung von Brandverletzungen und ähnlichem belastet werden dürfen. Sie arbeiten bereits jetzt am Limit. Wir müssen diese für unsere Gemeinschaft wertvolle und wichtige Ressource schonen. Bitte zünden Sie kein Feuerwerk.“

Treffen
An Silvester gilt die allgemeine Regel für die Kontaktbeschränkung im öffentlichen Raum: Maximal fünf Personen aus höchstens zwei Hausständen dürfen zusammenkommen. Dazugehörige Kinder bis zum Alter von einschließlich 14 Jahren bleiben unberücksichtigt. Dies gilt auch als dringende Empfehlung für zu Hause.

Ausgangssperre
Die Ausgangssperre für den Wetteraukreis ab 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens wurde verlängert. Unabhängig davon, ob die Wetterau weiterhin Corona-Hotspot bleibt, ist das nächtliche Ausgangsverbot bis einschließlich 10. Januar gültig. Der Kreis teilt mit, dass die Sperre gelte, selbst wenn über die Feiertage und zwischen den Jahren die offiziellen Infektionszahlen möglicherweise an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter die 200er Marke sinken. Der Grund für das Beibehalten, unabhängig von der Entwicklung der Zahlen, sei die Tatsache, dass die Testungen über die Feiertage zurückgehen und die Laborkapazitäten sinken. Dadurch könne das realistische Infektionsgeschehen nicht abgebildet werden.

Damit gilt das Ausgangsverbot auch an Silvester und Neujahr - eine Ausweitung der Zeiten wie an Weihnachten ist für diesen Tag nicht vorgesehen. Auch das ganztägige Alkoholverbot wurde bis 10. Januar verlängert.