Gebühren bleiben stabil | © Magistrat
bürgernah

Gebühren bleiben stabil

Keine Mehrbelastung der Bürger für Müllentsorgung und Straßenreinigung
19. Juni 2020

Die Gebühren für die Müllabfuhr und die Straßenreinigung in Bad Nauheim können auch 2021 auf dem aktuellen Niveau gehalten werden. Das teilt Bürgermeister Klaus Kreß mit. Die Gesundheitsstadt organisiert ihre Müllabfuhr als eine von zwei Kommunen im Wetteraukreis selbst. Der Rathauschef: „Es ist richtig, Müllentsorgung und Straßenreinigung in städtischer Hand zu behalten. Wir haben nicht nur im interkommunalen Vergleich günstige Gebühren für diese wichtige Dienstleistung, sondern sind auch stets verlässlicher Partner, da wir seit vielen Jahren alle Abfuhrtermine pünktlich einhalten. Dies ist beispielsweise bei den Gelben Säcken, für die vom Dualen System Deutschland private Unternehmen beauftragt sind, häufig nicht der Fall. Zudem bieten wir unseren Mitarbeiter*innen vernünftige Bedingungen - das zahlt sich bei der Qualität der Arbeit aus.“

Der Fachbereichsleiter des Kur- und Servicebetriebs, Steffen Schneider, erläutert die Berechnung: „Die Gebühren für die Abfallentsorgung und die Straßenreinigung werden immer im Voraus für vier Jahre kalkuliert - so im Jahr 2017 für die Jahre 2018 bis 2021. Durch Kostensteigerungen für die Entsorgung von Rest- und Bioabfall über den Abfallwirtschaftsbetrieb des Wetteraukreises, die an uns weitergegeben wurden, mussten die Müllgebühren zum 1. Januar 2018 angehoben werden. Die Gebühren für die Straßenreinigung, die nur in der Kernstadt erhoben werden, blieben unverändert. Zuvor wurden im Jahr 2014 die Gebühren gesenkt, um eine bestehende Ausgleichsrücklage abzubauen.“

Am Ende jedes Jahres findet zudem eine Nachkalkulation der Gebühren statt. Diese sind bewusst so berechnet, dass sie nicht zu 100 Prozent die tatsächlichen Ausgaben abdecken und somit eine Entnahme aus der Rücklage erfolgen muss. Erst wenn diese aufgebraucht ist, kommt es zu einer Erhöhung der Gebühren.

„2019 konnten wir niedrigere Ausgaben bei der Müllentsorgung erzielen als geplant, so dass die Entnahme aus der Rücklage geringer ausgefallen ist. Die gleiche Situation hat sich bei der Straßenreinigung ergeben“, erklärt Johannes Herold, Fachdienstleiter Stadtbildpflege und Steffen Schneider ergänzt, „somit wird sich in beiden Bereichen die Gebührenausgleichsrücklage aufgrund des guten Wirtschaftens und der guten Arbeit der Kollegen langsamer abbauen als zuvor angenommen. Das Gebührenniveau bleibt somit 2020 und 2021 stabil. Im nächsten Jahr wird dann eine Neukalkulation für die folgenden vier Jahre durchgeführt.“