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Sie hat größeren Schaden verhindert

Bürgermeister und Polizei danken Johanna Langanki für vorbildliches Handeln in der Silvesternacht
31. Januar 2020

Als viele ausgelassen feierten, kam es am Bad Nauheimer Marktplatz zu einem Brand. Ein Feuerwerkskörper hatte sich in der Silvesternacht 2019 auf 2020 in einer Dachgaube des Gebäudes, in dem sich das Bad Nauheimer Stadtarchiv und die Polizeistation befinden, verfangen und löste ein Feuer aus. Dank einer aufmerksamen Bürgerin konnte ein größerer Schaden verhindert werden.

Johanna Langanki wohnt gegenüber dem Stadtarchiv am Marktplatz. Sie hatte den Brand bemerkt und umgehend die Feuerwehr alarmiert. Bürgermeister Klaus Kreß, Direktionsleiterin Anja Fuchs und der Schutzmann vor Ort Bernd Büthe von der Polizei, Wolfgang Löffler, Einsatzleiter der Feuerwehr in der Brandnacht, Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit Matthias Wieliki und Stadtarchivarin Brigitte Faatz empfingen Frau Langanki am Freitag im Stadtarchiv. Der Rathauschef und Brandschutzdezernent: „Heute möchten wir Frau Langanki unseren Dank und unsere größte Anerkennung für das vorbildliche Handeln aussprechen. Wären weitere Minuten bis zum Melden des Feuers vergangen, hätten wir sicherlich einen viel größeren Gebäudeschaden gehabt und - was noch schlimmer gewesen wäre - wertvolle historische Akten verloren. Manchmal im Leben braucht man einen Schutzengel. Ein solcher Schutzengel war Frau Langanki für die Stadt Bad Nauheim.“ Der Bürgermeister überreichte eine Urkunde, Eintrittskarten für das Inhalatorium und ein Blumenpräsent. Auch Direktionsleiterin Anja Fuchs schloss sich mit Dankesworten und einem Präsent an.

„Ich sah in der Silvesternacht aus dem Fenster und mir fielen sofort zwei leuchtende Punkte auf dem Dach des Stadtarchivs auf. Das war wohl der glimmende Feuerwerkskörper. Sogleich brannte es. Ich war sofort ganz aufgeregt und wusste, dass es jetzt schnell gehen musste“, erzählt Langanki.

Durch das Feuer wurde ein Ruheraum der Polizei beschädigt und einige Akten im darunterliegenden Lagerraum des Stadtarchivs wurden durch das Löschwasser, das durch die Decke tropfte, feucht. Aber auch hier konnte größerer Schaden abgewendet werden. Die Feuerwehrleute trugen das Aktenmaterial noch in der Nacht aus dem Gebäude, um es direkt trocknen zu können. „Ein großes Lob an unsere Feuerwehr für das Engagement in der Silvesternacht und für das besonnene Eingreifen. Dadurch konnten die Akten gerettet werden“, sagt der Rathauschef.

In den folgenden Tagen liefen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren, da der Brand ein Loch in der Gaube verursacht hatte. Da Regen angekündigt war, musste es zügig durch Dachdecker verschlossen werden. Zudem wurden viele Aktenmeter mit einem Lastenaufzug aus dem Gebäude transportiert, damit auch die Instandsetzung der nassen Decken beginnen konnte.