Die Kontrolleuse

Der Blick von Hildegard Pfeffer schweift über die Einrichtungen des Wartesaals im Badehaus 4. Gerne erinnert sich die ehemalige Kontrolleuse an ihre Arbeit im Badehaus 3.

Um 6 Uhr morgens begannen ihre Arbeitstage. Im 30-Minuten-Takt füllte sie die hölzernen Wannen mit der von den Badeärzten verschriebenen Heilwassermischung – für jeden Patienten anders in Zusammensetzung, Temperatur und Wasserstand. Bis zum Dienstende um 13 Uhr habe sie nicht selten 300 Mal die hölzernen Wannen gefüllt, erinnert sich Hildegard Pfeffer.

Unter den Badehäusern verläuft ein ausgeklügeltes Netz an Versorgungsleitungen. Auf vier Kilometern Länge sind über 40 Kilometer Rohre verbaut – ein Meisterwerk damaliger Ingenieurskunst. Aus ganz Deutschland und darüber hinaus kamen Fachleute, um sich die technische Lösung anzusehen, die einen Wannenbetrieb in so großem Umfang ermöglichte.

Bad Nauheim Blog: StadtGeschichten


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