#Joggen

Wer körperlich aktiv ist, muss automatisch mehr Flüssigkeit zu sich nehmen, da dem Körper durchs Schwitzen wichtige Mineralstoffe entzogen werden. Viele greifen hier zu isotonischen Getränken aus dem Getränkemarkt.

Wer nach einer gesunden und kostenfreien Alternative sucht, kann sich sein isotonisches Mix-Getränk auch aus den Bad Nauheimer Trinkquellen mischen. Die Bad Nauheimer Quellen enthalten nachweislich gesundheitsfördernde Stoffe und werden regelmäßig auf ihre Inhaltsstoffe geprüft. Warum also nicht mal einen isotonischen Heilwasser-Cocktail probieren?

Wohltuend bei und nach dem Sport

Als sie im Fernsehen Werbung für alkoholfreies isotonisches Bier sah, das als besonders bekömmlich und nützlich für sportlich Aktive gilt, dachte sich Dr. Beate Vogtherr, Badeärztin und Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin (nicht mehr praktizierend), das geht auch mit Heilwasser. Denn das Wasser aus dem Bad Nauheimer Karlsbrunnen ist aufgrund seines Salzgehaltes isotonisch. Somit werden die beim Schwitzen verlorenen Salze durch das Trinken nach dem Sport rasch wieder aufgefüllt. Um dieses, aber auch die anderen vier Heilwässer Bad Nauheims einem breiteren Publikum schmackhafter zu machen, versetzte Dr. Beate Vogtherr das Wasser mit verschiedenen Zusätzen. Denn, zugegeben: Pur sind nicht alle fünf verschiedenen Bad Nauheimer Heilwässer jedermanns Fall.

Hering mit Lakritzen

Der berühmte Schriftsteller Erich Kästner, der wiederholt hier zur „Brunnenkur“ war, schrieb beispielsweise davon, dass es „wie Hering mit Lakritzen“ schmecke. Dr. Beate Vogtherr mag die Bad Nauheimer Heilwässer gerade wegen des säuerlichen, leicht metallischen Geschmacks. Ihre Sirup-Favoriten Eberraute-Melisse und Sanddorn-Rosenblüten lassen das Trinken der Heilwässer zu einem neuen Geschmackserlebnis werden. Einfach je nach Belieben ein bisschen Sirup in das Heilwasser schütten, umrühren, fertig! Beate Vogtherr macht die Sirupmischungen selbst. Aber natürlich funktioniert der Heilwasser-Cocktail auch mit jedem handelsüblichen Sirup. Und welchen man wählt, ist einfach eine Frage des Geschmacks. Probieren Sie es aus.

Rezepte für Heilwasser-Cocktails gesucht

Experimentieren Sie mit ihren Lieblingssäften und –sirups oder nutzen Sie, was ohnehin bei Ihnen im Garten wächst und im Sommer verarbeitet werden will. Wir sammeln Rezepte! Posten Sie sie im Blog oder auf Facebook oder mailen Sie sie an claus@bad-nauheim-info.de.

Unter allen Einsendungen bis zum 22. Juni wird das Top-Rezept bzw. die tollste Kreation gekürt und man kann eine tolle Überraschung gewinnen.

Die richtige Menge macht´s

Jeder, der möchte, kann die verschiedenen Heilwässer beim Quellenausschank in der Trinkkuranlage (dienstags bis sonntags von 14 bis 16 Uhr) probieren. Allgemein gilt: Vom Karlsbrunnen sollte man nicht mehr als 600 Milliliter täglich trinken und bei den anderen vier Quellen nicht über 1 bis 1,5 Liter am Tag gehen. Es sind Heilquellen, die bis auf den Sauerbrunnen in Schwalheim nicht für den Dauergebrauch freigegeben sind. Kurmäßig angewendet über vier bis sechs Wochen sind die Mengen für Gesunde kein Problem. Menschen mit Herz- und Kreislauf-Erkrankungen oder Nierenkranke sollten zuerst mit ihrem Arzt sprechen ob die Bad Nauheimer Heilquellen für sie infrage kommen.

Mit dem Smartphone auf Brunnentour

Neun staatlich anerkannte und ständig kontrollierte Heilquellen gibt es in Bad Nauheim, darunter fünf sogenannte Trinkbrunnen – alle unterschiedlich in der Zusammensetzung, Temperatur und Wirkung. Was alle gemeinsam haben ist, dass durch den Gehalt an Kohlensäure die Magenschleimhaut durchblutet und die Verdauung angeregt werden. Mithilfe des Smartphones kann der Quellenrundgang von Bad Nauheim nach Schwalheim auf eigene Faust gemacht werden.

So geht’s: Scannen Sie den QR-Code oder rufen Sie den Link www.bad-nauheim.de/kuren-kliniken/gesundheitsveranstaltungen/woche-der-trinkkur auf und folgen Sie der interaktiven Route bei Google Maps.

Dr. Beate Vogtherrs Lieblingsrezepte

Eberraute-Melisse-Sirup

je 9 Stängel Eberraute und Melisse
1,5 Bio-Zitronen
500 g brauner Zucker
je 1 Päckchen Vanille-Zucker, Einmachhilfe, Zitronensäure
1,5 l Wasser
Piment aus der Mühle - Menge nach Belieben

Zubereitung:
Eberraute und Melisse waschen und entblättern. Die Blätter mit den geschnittenen Zitronen in einen Topf geben und Gewürz hinzufügen. Einmachhilfe, Zitronensäure und Zucker mischen und darüber streuen. Wasser zum Sieden bringen und über die Kräuter-Zucker-Mischung gießen, kräftig umrühren und zudecken. Drei bis vier Tage kühl stellen, einmal täglich umrühren. Danach über ein mit einem Geschirrtuch ausgelegten Sieb abseihen. Kräuter-Zitronen-Überstand im Geschirrtuch ausdrücken. Auszug zum Sieden bringen und heiß in Twist-Off-Flaschen füllen.

Sanddorn-Rosen-Sirup

450 g reife Sanddornfrüchte
300 g Hagebutten der Kartoffel-Rose
10 g Rosenblüten der Kartoffel-Rose
400 g brauner Zucker
500 ml Wasser
1/2 Päckchen Einmachhilfe

Zubereitung:
Entkernte Hagebutten und Rosenblüten in 500 ml Wasser pürieren. Sanddorn hinzufügen und noch einmal kurz pürieren. Vier Minuten sprudelnd kochen und etwas abkühlen lassen. Mus durch einen Saftsack drücken. Den Saft anschließend noch einmal kurz aufkochen und heiß randvoll in Glasflaschen füllen. Die Flaschen fest und luftdicht verschließen.

Bad Nauheim Blog: StadtGeschichten
Autor: Katharina Wagner


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