Alter Wächtersgang

Im alten Wächtersgang patrouillierte der Nachtwächter Bad Nauheims tagtäglich, um für Recht und Ordnung zu sorgen. War doch das „weiße Gold“ vor Einwohnern zu beschützen, die vielleicht auf die Idee kamen ihren Salzhaushalt aufzubessern, oder vor Nichtansässigen, die es womöglich auf die Salzkasse abgesehen hatten.

Im Laufe der Jahre erfuhr der aufstrebende Kurort internationale Anerkennung, erhielt eine Spielbank und wurde zum Ziel des europäischen Hochadels. Aber nicht nur die feine Gesellschaft reiste ins hessische Nauheim. So engagierte man erstmals einen Ortspolizisten: als „Serschande Heinrich“ ging Heinrich Klinkerfuß in die Geschichte Bad Nauheims ein.

Da es zu seiner Zeit (1855-1871) keinen direkten Weg zwischen Altstadt und Neustadt gab, erlaubte Gasthaus Krone-Besitzer Fritz den Leuten, den auf seinem Grundstück befindlichen Wächtersgang zu nutzen. Dies ermöglichte den Einwohnern einen direkten Weg aus der Stadt zu nehmen. Schon bald herrschte dort reger Betrieb und „Serschande Heinrich“ sorgte dafür, dass im „Fritze Gängelche“ kein Unfug getrieben wurde.

Bad Nauheim Blog: StadtGeschichten


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