Die locker verteilten Baumgruppen und weiten Rasenflächen des Kurparks fließen zu einer harmonisch wirkenden Landschaft zusammen und gehen über in eine natürlich gewachsene Waldlandschaft.
Zahlreiche Sichtachsen eröffnen immer neue Ein- und Durchblicke. Hier finden sich viele botanische Seltenheiten, wie Trompetenbäume, japanische Schnurbäume oder Tulpenbäume. Keine Durchfahrtsstraße stört die Ruhe des Parks, der zum Spazieren und Erholen einlädt. Geschwungene Promenadenwege führen zu zwei Teichen. Im kleinen Teich versammelt sich allerhand heimisches und exotisches Federvieh. Am gerade neu gestalteten großen Teich, neben dem die Usa entlang plätschert, kann man am kühlen Ufer entspannen.
Die Gartenbaufirma Gebrüder Siesmayer aus Frankfurt-Bockenheim, hatte sich bereits einen großen Namen erworben, als sie 1857 mit der Planung und Ausführung des Parks beauftragt wurde. Die finanzielle Grundlage für die Anlegung dieses einzigartigen Landschaftsparks im englischen Stil wird durch die Spielbank geschaffen, deren Besitzer sich auch zum Bau des Kurhauses verpflichtete.
Der Bad Nauheimer Park gehört mit seiner Pflanzenvielfalt und
ausgeglichenen Architektur sicher zu den größten und bedeutendsten
Schöpfungen Heinrich Siesmayers. Ein Gedenkstein im Park erinnert an den
großen Gartenkünstler. Seit 2000 schmückt eine Büste Siesmayers,
geschaffen vom Bad Nauheimer Bildhauer Gerhard Burk, den Gedenkstein.
An den Park grenzen zahlreiche Sportanlagen,
wie der Golfplatz, Tennisplätze und das Eisstadion.
Der Südpark, Bad Nauheims jüngster Park, wird 1964 von Heinrich W. Dirks geschaffen. Er führt zum Gradierbau III, einem der schönsten und gerade renovierten Gradierbauten Bad Nauheims. Direkt neben dem Gradierbau befindet sich ein großes Wasserrad, das die Sole auf den Gradierbau beförderte. Neben dem Rad liegt der Ludwigsbrunnen, ein Geschenk des Großherzogs Ernst Ludwig an die Bad Nauheimer Bürger, der hier sein wohlschmeckendes Quellwasser spendet.
Östlich des Bahnhofs liegt der Goldsteinpark mit seinem Wasserturm - ursprünglich wurde hier der Schwarzdorn für die Gradierbauten angepflanzt, heute blühen hier zahlreiche Steinfurther Rosen.

