Die Badehäuser im Sprudelhof

Badehaus 2

Ein Brunnen mit einer Meerjungfrau die auf einem Delfin reitet, ziert den Innenhof mit Rasenfläche des Badehaus 2

Die Schwarzlotmalerei der Fenster mit ihren symmetrisch angeordneten Vogelpaaren zieht den Besucher magisch an. Honigfarbene Terrakottareliefs, eingelassen in blau glasierte Keramikklinker, zaubern den Charme einer Märchenwelt. Auf den längsseitigen Frieszonen im Schmuckhof tummeln sich Gestalten aus der Mythologie. Eine bekrönte Meerjungfrau auf der Brunnensäule reitet kokett auf einem Delphin.

Badehaus 3

Im Innenhof des Badehaus 3 umrahmen mit Rosen berankte Arkaden den Brunnen mit seinem ausladenden Becken.

Blaue und rotbraune Mosaikmuster zaubern in der Wartehalle eine feierliche und zeremonielle Stimmung. Der Schmuckhof mit seinem rechteckigen Wasserbecken erinnert an ein römisches Atriumhaus. Rosenbewachsene Säulen und Pergolen verleihen dem Hof klassizistische Züge. Aus dem Wasserbecken erhebt sich das aus Muschelkalk gefertigte Brünnchen, auf dem ein rundlicher Putto dem Besucher Trauben anbietet.

Badehaus 4 und 5

Die grüne Rasenfläche läuft Apsis des Wartesaals zu. Die Sitzbank um die Apsis wird durch Tierfüße mit Krallen gestützt.

Die Wände der Wartesäle beider Badehäuser sind mit violett-braunem Lahnmarmor verkleidet, den im Badehaus 5 ein umlaufendes Goldmosaik ziert. Farbige ovale Fenster aus Opaleszenzglas setzen kräftige Akzente. Die abstrakten Ornamente lassen einen Frosch und eine Libelle erahnen. In den Schmuckhöfen vereinen sich Erinnerungen an barocke Grotten und Wassergetier des Jugendstils im Schmuck der Brunnen.

Badehaus 7

Der Terrakottahof des Badehaus 7 schließt mit seinem Arkadengang den Brunnen mit Kinderfiguren und Nixen ein.

Der „Keramischen Schmuckhof“ mit umlaufendem Arkadengang erinnert an klösterliche Kreuzgänge. Wassertiere tummeln sich auf Sockeln, Kapitellen, Pflanzkübeln und Bänken. Die Brunnenanlage mit ihrer erotischen Ausstrahlung und mediterranen Leichtigkeit erinnert an die Zeit der Renaissance. Blumenkinder tanzen einen Frühlingsreigen, die Brüste der Nixen versprühen Wasser als Allegorie der Leben spendenden Natur. Die Wartehalle, ausgekleidet mit Scharffeuerkeramik in den Farbtönen Grau, Braun, Grün und Weiß zeigt die phantasievolle Schaffenskraft des Architekten Jost.

Fürstenbad

Blick in das Fürstenbad im Sprudelhof in Bad Nauheim, das mit seiner Wandmalerei beeindruckt

Das Fürstenbad war aufgrund seiner kostbaren Ausstattung nur dem Hochadel vorbehalten. Zu den prominenten Gästen zählte die russische Zarin Alexandra. Der Heilung Suchende begab sich in das Marmorbad zu Füßen der Göttin Aphrodite, griechisch Anadyomene, die „aus Schaum Geborene“. Die über ihrem Haupte schwebenden Schlangen weisen auf Hygieia, die Göttin der Gesundheit, hin.