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Bioabfall und/oder Eigenkompostierung
Fachdienst 6.2
Längst ist es nicht mehr zeitgemäß, biologische Abfälle aus Küche und Garten einfach auf einer Deponie abzulagern. Geschieht es dennoch, vergeudet man wertvollen Deponieraum. Zusätzlich erzeugt dieses Immissionen, die weitere Probleme hervorrufen.

Der bessere Weg ist, Essensreste wegen der Anziehung von Mäusen und Ratten, über das Biogefäß oder durch Weitergabe an Futterverwerter (gewerblicher Bereich), zu entsorgen. Die übrigen biologisch abbaubaren Abfälle sollten im Garten kompostiert werden. Sind diese Abfälle mit Krankheitserregern, Unkräutern usw. belastet oder ist eine Kompostierung aus räumlichen Gründen nicht möglich, so sollten diese über das Biogefäß in Kompostierungsanlagen verwertet werden.

In Bad Nauheim stehen seit April 1995 Biogefäße zur Aufnahme von biologisch verwertbaren Abfällen bereit. Welche Abfälle im einzelnen in dieses Gefäß gehören, entnehmen Sie bitte der Rubrik "Was entsorge ich wie?". Diese Biogefäße werden von unseren Bürgern/-innen gut angenommen. Die Bioabfalltonnage betrug im Jahre 2000 ca. 106 kg/Person/Jahr. Diese Mengen sollten sich im Einzelfall durch eine strikte Trennung des Bioabfalls vom Restmüll noch wesentlich steigern lassen.

Dass das nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll ist, belegt der Entsorgerpreis: Die Deponiegebühr für Restmüll beträgt 189,00 €/t, die Verwertungsgebühr für Bioabfälle lediglich 111,00 €/t. Bedenken, dass es bei der Benutzung der Biogefäße zur Geruchsbelästigung und hygienischen Problemen kommt, haben sich nicht bestätigt. Voraussetzung ist jedoch, daß einfache Grundregeln beachtet werden:
  • Stellen Sie die Biogefäße möglichst in den Schatten, so dass sich der Inhalt nicht unnötig aufheizt und der vorzeitig unerwünschte Abbauvorgang begünstigt wird.
  • Legen Sie Ihr Vorsortier/Sammelgefäß in der Küche mit Zeitungspapier (kein Mehrfarbendruck) aus.
  • Größere Mengen an Grasschnitt sollten erst nach Trocknung in die Biogefäße gefüllt werden.
  • Sollte Ihr Biogefäß trotz aller Vorsichtsmaßnahmen "anrüchig" sein, so lässt sich durch leichtes Auflockern des Inhalts und durch Zugabe einer dünnen Schicht Gesteinsmehl oder einer Lage Zeitungspapier das Übel in der Regel beheben.
  • Kleiden Sie in den kalten Jahreszeiten den Boden des Gefäßes und die Seitenwände mit Zeitungspapier aus. Damit können Sie in aller Regel das Anfrieren des Bioabfalls verhindern und dem Entsorgungsteam die ordnungsgemäße Entleerung Ihres Gefäßes ermöglichen. Angefrorene Bioabfälle verbleiben im Biogefäß.
Aus Ihrem Bioabfall wird der Wetterau-Kompost hergestellt, den Sie in der Kompostierungsanlage Niddatal/Ilbenstadt, Tel. 06034-930920, erwerben können. Weitere Verkaufsstellen nennt Ihnen gerne der Abfallwirtschaftsbetrieb des Wetteraukreises, Tel. 06031-906611.
Anleitungen zur Eigenkompostierung erhalten Sie bei dem Fachdienst Entsorgung, Infotelefon: 06032-9281-41

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