Aktivitäten und Projekte

Vom Rathaus zum Recycling

Erneut hat Rudi Nein mehr als 200 Althandys einem Recyclingunternehmen zugeführt. Umweltbewusste Bürger hatten sie bei ihm privat, oder an der Sammelstelle im Bürgerbüro abgegeben. So können die seltenen Wertstoffe wiederverwendet werden. 1,60 € pro Handy fließen dem Großprojekt „Untere Havel“ zu. Hier entsteht das größte Feuchtbiotop im Binnenland Mitteleuropas.

Zwischen zeitlich führte Rudi Nein ca. 3 Jahren lang viele hundert gesammelte Althandys dem Naturschutzfonds Wetterau zu. Der Ertrag von 3,00 € ging jeweils zur Hälfte an die Deutsche Umweltstiftung sowie für den Bau von Storchennestern im Wetteraukreis.

Nach Herstellerangaben befinden sich mehr als 80. Millionen alte oder defekte Handys in deutschen Haushalten. Tendenz steigend. Wenn die Rohstoffe im Hausmüll landen, gefährden sie die Umwelt zudem durch Schadstoffe. „Ziel der Kampagne ist es, mehr Elektrogeräte dem Recycling zuzuführen, und möglichst viele Menschen dafür zu sensibilisieren. Die Verwertung von Elektroschrott ist notwendig für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung“, sagt Rudi Nein, der ehrenamtliche Umweltschutzbeauftragte der Stadt Bad Nauheim.

Wegen der guten Resonanz wird die Aktion unbefristet weiter geführt.
Infos erhalten Interessierte bei Rudi Nein, Tel.: 0 60 32 / 343 432 oder privat 0 60 32 / 8 43 73.

Insektenhaus

Das Insektenhaus  im „Nizza“ am Südhang des Johannisberges bietet
Nistplätze vor allem für Wildbienen und andere Insekten.

Die Spaziergänger im Naherholungsgebiet „Nizza“ am Südhang des Johannisberges können eine weitere ökologische Attraktion bestaunen: Umrahmt von Wildblumenwiesen und Gärten in der Nachbarschaft hat die Stadt, in Kooperation mit dem Umweltberater R. Nein und weiteren Helfern, ein Insektenhaus mit zahlreichen Nistmöglichkeiten errichtet. Das Naturschutzprojekt ist nach Aussage von Nein „mehr als ein attraktiver Hingucker“. Neben dem Insektenhaus hat man eine Informationstafel angebracht, die die Artenvielfalt der möglichen Nutzer anschaulich erläutert.

Vor allem die solitär lebenden Wildbienen, die keine Völker bilden, werden Gäste im Insektenhaus sein. Wildbienen sind fleißige Bestäuber der dort reichlich vorhandenen Wild- und Nutzpflanzen. Wie die Hummeln gehen diese auch bei nicht so gutem Wetter ihrer Arbeit nach. Aus diesem Grunde zählen die Wildbienen neben den Honigbienen zu den wertvollsten Helfern für den Menschen, beispielsweise im Garten- und Obstbau. Nebenbei leisten sie einen wertvollen Beitrag zum biologischen Gleichgewicht.

Das Haus bietet Nist- und Wohnraum für die unterschiedlichsten Insekten in Hohlräumen, Bohrlöchern in Harthölzern, Hohlstängeln sowie Lücken in Baustoffen wie Lehm, Reißig und so weiter. Das Insektenhaus bleibt auch im Winter für schutzsuchende Insekten geöffnet.

Die Naturschützer Peter Klinkerfuß (links) und Dr. Günter Imsicke (rechts) freuten sich zusammen mit dem Initiator, dem städtischen Umweltbeauftragen Rudi Nein (hockend) über das gemeinsam fertiggestellte Naturschutzprojekt und dem schnellen Einzug der Nutzinsekten.

Weitere Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt sind die Installation von Schwalbenhäusern sowie Nisthilfen für Hornissen, Florfliegen, Fledermäusen, Eulen, Meisen und weiteren Kleinvögeln. Für sie alle stehen mehr als 300 Nisthilfen zur Verfügung die jährlich gereinigt und gewartet werden müssen. Neue Helferinnen und Helfer sind übrigens erwünscht und willkommen.

Weitere Informationen können Interessenten bei Rudi Nein unter der Telefonnummer 06032/84373 erhalten.

Schwalben ziehen in ihr Haus ein

Nach jahrelanger „Fehlbelegung“ durch Sperlinge, Blaumeisen und Bachstelzen im Steinfurther Schwalbenhaus, sind in den letzten Jahren jeweils 23 bis 25 Nester durch Mehlschwalben belegt worden.

Rudi Nein hatte 10 Jahre zuvor die Idee für ein Schwalbenhaus aus Krofdorf mitgebracht, nachdem die Zahl der Mehl- und Rauchschwalben landesweit seit Jahren zurückgegangen ist. Er konnte die Stadt für das Bereitstellen der meisten Materialien und das Aufstellen des Hauses gewinnen. Sein eifrigster Mitstreiter, der Steinfurther Arnold Falk, wurde von ihm mit Bauplänen und dem nötigen Baumaterial versorgt. Dieser stellte mit seinem handwerklichen Geschick das ansehnliche Haus „fast im Alleingang“ fertig. Durch das Anbringen von Kunstnestern an der nahegelegenen Sporthalle, die schon bald belegt waren, konnten die Schwalben näher an das Haus gelockt werden.

Der Mangel an Nistmaterial sowie die Inakzeptanz durch Hausbesitzer Nester zuzulassen, bereitet den Schwalben, Mauerseglern und anderen Vogelarten, sowie Fledermäusen, Wohnungsnot. Dabei ist ein Kotbrett unter den Schwalbennestern in ca. 60 cm Abstand eine effektive und einfache Lösung gegen den Schmutz am Haus. Rudi Nein, der ehrenamtliche Umweltbeauftragte der Stadt hilft gemeinsam mit der Feuerwehr oder den Stadtwerken, das Problem zu lösen. Der Hausbesitzer braucht nur ein Brett und Winkeleisen zur Verfügung zu stellen. Laut Naturschutzgesetz ist das Entfernen von Schwalbennestern an Häusern verboten.

Im Raum Bad Nauheim ist der Schwalbenbestand in den Stadtteilen Steinfurth und Nieder-Mörlen noch am besten, sagt Rudi Nein und hofft mit Arnold Falk und allen Schwalbenfreunden auf ein vollbesetztes Haus in der Zukunft.

Wieder Störche in Bad Nauheim

 1980 gab es im Wetteraukreis keine einzige Storchenbrut mehr. In Bad Nauheim und seinen jetzigen Ortsteilen sogar über 60 Jahre nicht. Selbst deutschlandweit sah es so aus, als ob sie bis zur Jahrtausendwende ausgestorben sind.

Doch Maßnahmen der Naturschutzbehörden und des ehrenamtlichen Naturschutzes u.a. durch die Gründung des AUENVERBUND WETTERAU mit dem Wiedervernässen der Wiesen haben die Störche zurückkommen lassen.

Mit praktischer Hilfe durch die OVAG wurden Telegrafenmasten mit Storchennestern bestückt und in den Flussauen aufgestellt. 2005 wurde der erste Mast in Bad Nauheim, nahe Steinfurth, aufgestellt.

Durch die Initiative von Rudi Nein und die ökologischen Vorarbeiten (Fällungen toter Erlen und Hybridpappeln, Rückschnitt von Kopfweiden) mit einigen Helfern, sowie der Anlage eines 3.500 m² großen Teiches durch den Naturschutzfond Wetterau, fand schon im ersten Jahr eine Brut statt. So auch in den folgenden Jahren, mit unterschiedlichem Erfolg.

An der Förderung weiterer Nester mit dem Naturschutzfond Wetterau, u.a. durch das Sammeln von Althandys und dem Erlös durch Recyceln, hat sich Rudi Nein mit vielen hundert Handys beteiligt.

Mittlerweile sind im Wettertal auf Bad Nauheimer Boden 5 Nester installiert worden. Durch die verbesserten Bedingungen haben Störche in der Wetterau stellenweise auch selbst Nester auf Bäumen gebaut. So gab es 2016 71 Bruten im Wetteraukreis, Tendenz steigend.

Störche genießen eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Bei älteren Menschen werden Bilder wach, in denen Scharen von Störchen auf Äckern hinter dem pflügenden Bauer nach Nahrung suchen. Diese Bilder sind jetzt wieder möglich.

Der ökologische Waldlehrgarten

Der Waldlehrgarten beherbergt eine Vielzahl von Kleinbiotopen. Die Einzelbiotope reihen sich entlang des Holzhäckselwegs auf und können von diesem gut eingesehen werden.

Allgemeine Informationen

Adresse:
Rathaus, Parkstraße 36-38, 2. OG
Tel. 06032-343-432, Fax 06032-343-422

Ansprechpartner

Rudi Nein, Tel. 06032-343-432 oder 06032-84373 (privat) oder
Peter Heumüller, Tel. 06032-343-259
e-Mail (über den Fachdienst Grünflächen): peter.heumueller@bad-nauheim.de