„Anschwung für frühe Chancen“

Aus Zukunftskonferenz werden gleich zwei Netzwerkinitiativen geboren

Wie gelingt es, dass Kinder von klein auf individuell gefördert werden? Welche Kooperationen sind hierfür sinnvoll? Und wie schafft man es, Familien mit kleinen Kindern einen guten Überblick über die Bildungs- und Betreuungsangebote zu geben?

Diese Fragen waren bei einer Zukunftskonferenz in Bad Nauheim im Februar diskutiert worden, nun haben pädagogische Fachkräfte aus Kitas und Grundschulen sowie Vertreter der kommunalen Verwaltung - eingeladen durch das Programm Anschwung für frühe Chancen und den Fachbereich Soziales, Gesundheit und Sport der Stadt Bad Nauheim - konkrete Schritte auf dem Weg zu einer kinderfreundlichen Stadt vereinbart:

Der Übergang von der Kita in die Grundschule muss leichter werden für die Kinder. Kinderbetreuung soll flexibel und bezahlbar sein. Hierfür ist die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen und Vereinen sinnvoll und wichtig. Eine Internetplattform soll Eltern helfen, sich einen guten Überblick zu verschaffen über die Angebote frühkindlicher Förderung in Bad Nauheim. Weitere Unterstützer sollen gefunden werden, wie z.B. Unternehmen.

An diesen Themen werden nun die Teilnehmenden in den zwei Anschwung-Initiativen „Campus Zukunft“ und „Familienfreundliche Betreuungszeiten“ über einen Zeitraum von 12 bis 18 Monaten weiterarbeiten. Anschwung für frühe Chancen unterstützt die lokalen Initiativen dabei mit professioneller Hilfe durch das Serviceprogramm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung: maßgeschneiderte Fortbildungsangebote für pädagogische Fachkräfte und Eltern, Hospitationsreisen für einen guten Erfahrungsaustausch sowie die Unterstützung der Initiative durch Prozessbegleiterinnen oder -begleiter. Die nächsten Treffen der beiden Netzwerke sind bereits in Planung.

Anschwung für frühe Chancen ist ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS). Es unterstützt Kommunen, Städte und Gemeinden, die Angebote frühkindlicher Entwicklung auszubauen und qualitativ zu verbessern. Das Programm wird gefördert durch den Europäischen Sozialfonds (ESF).

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„Anschwung für frühe Chancen“

Anschwung für frühe Chancen am 04.02.2012

Unter dem Titel „Wie kann frühkindliche Bildung aller Bad Nauheimer Kinder unter Berücksichtigung knapper werdender Ressourcen dauerhaft gelingen?“ wurde am 04.02.2012 ein weiterer Anstoß gegeben, die Bildungschancen Bad Nauheimer Kinder langfristig zu erhöhen.

Mit großer Beteiligung von Erzieher(innen), Lehrer(innen), Politikern, Eltern und Experten der verschiedensten Fachrichtungen wurde intensiv zum Thema gearbeitet.

In vier Arbeitsgruppen wurden spannende Ideen entwickelt, die auch in Zukunft weiter verfolgt werden. Unterstützt durch das Deutsche Jugendinstitut soll in den kommenden Jahren das Angebot der frühkindlichen Bildung noch weiter ausgebaut werden.

Mit dieser Initiative zeigt der Fachbereich Soziales, Gesundheit und Sport der Stadt Bad Nauheim erneut seine Vorreiterrolle im Rahmen der Kinder- und Familienfreundlichkeit. Dieser Weg soll auch in Zukunft getreu nach dem alten afrikanischen Motto „Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf“ konsequent verfolgt werden.

Sollten Sie selbst Interesse daran haben, sich einer der Arbeitsgruppen anzuschließen, setzen Sie sich bitte mit dem zuständigen Mitarbeiter, Herrn Jochen Mörler; 06032-343-279; jochen.moerler@bad-nauheim.de in Verbindung.

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Neues Treffen der „Anschwung“-Initiative Campus Zukunft am 24.05.2012

Beim erneuten Treffen der „Anschwung“-Initiative Campus Zukunft fanden trotz hochsommerlicher Temperaturen wieder viele engagierte Menschen der verschiedensten Professionen den Weg in den Sitzungssaal des Bad Nauheimer Rathauses.

Aus der Initiative hat sich bereits das erste konkrete Projekt: „Familienfreundliche Betreuung in Randzeiten“ entwickelt.

An diesem Thema wurde intensiv und engagiert weiter gearbeitet. Mit Hilfe eines Fragebogens ist geplant, den Betreuungsbedarf zu ermitteln. Gleichzeitig gab es Überlegungen, in welchem Rahmen und welchem Umfang für die Zukunft dann entsprechende Angebote auf hohem Qualitätsniveau entwickelt werden können. Dabei wurde heiß diskutiert. Sehr motivierend war, dass sich innerhalb des Projekts bereits mehrere konkrete Arbeitsgruppen dazu gebildet haben.

Parallel dazu beschloss die Campus –Zukunft-Kerngruppe, Ideen für zukünftige Projekte zu sammeln.

Zu einer der Ideen bildete sich spontan eine weitere Projektgruppe: „Bewegungs- und Begegnungsorte für Kinder von 0 – 6 Jahren in Bad Nauheim“.

Insgesamt herrschte eine aufgeschlossene und diskussionsfreudige Atmosphäre, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu gemeinsamem Handeln motivierte.

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