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Geologischer Lehrgarten

Neubau der Inneren Abteilung des Städtischen Krankenhauses und Geologischer Lehrgarten in Nieder-Mörlen.

Geologischer Lehrgarten Was hat der Neubau eines Krankenhauses mit dem Geologischen Lehrgarten in Nieder-Mörlen zu tun, wird sich jeder fragen, der diese Zeilen liest. Die Frage ist kurz zu beantworten: Wahrscheinlich wäre das eine ohne das andere zunächst nicht entstanden. Dies vollzog sich so:


Dem Neubau des Krankenhauses standen zwei stattliche Buchen im Wege, die im Bebauungsplan als zu erhaltende Einzelbäume eingetragen waren. Zunächst wurde überprüft, ob diese umzupflanzen waren: Es zeigte sich, dass abgesehen von einem sehr großen Kostenaufwand ein Anwachsen nicht garantiert werden konnte. Die Naturschutzbehörde stimmte deshalb einem Fällen der Bäume mit der Auflage zu, diesen Eingriff in den Naturraum auszugleichen.

Überlegt wurde, einen mittelbaren Ersatz vorzusehen, der dem Gedanken des Naturschutzes insgesamt verpflichtet ist und eine größere Breitenwirkung hat: Auf Vorschlag von Hendrik Hollender vom Amt für Umwelt des Wetteraukreises wurde schließlich vereinbart, einen Geologischen Lehrgarten zu bauen, mit dem die Erdgeschichte, der nur wenige Sekunden dauernde Aufenthalt des Menschen auf dem Planeten Erde im Vergleich zu 24-Stunden-Tag, und damit andererseits die Schutzwürdigkeit unseres Lebensraumes zu veranschaulichen sind. Als Standort bot sich eine Fläche an der Mehrzweckhalle in Nieder-Mörlen an, die auch wegen der bevorstehenden 1200-Jahr-Feier von Nieder-Mörlen gestaltet werden musste, da dieser Platz nach unserer Partnerstadt Oostkamp in Belgien benannt werden sollte. Was lag näher, als mit der gemeinsamen Erdgeschichte, die natürlich sämtliche Orte dieser Welt verbindet, einen Bezug zu Oostkamp im Lehrgarten herzustellen, und ein geologisches Beispiel aus der Umgebung dieses Ortes mit vorzusehen.


Dieses Vorhaben konnte umgesetzt werden; es hatte allerdings einige Hürden im parlamentarischen Raum zu überwinden: Viel Durchstehvermögen, Einsatz und Überzeugungskraft bei Beratungen in den Ausschüssen und im Ortsbeirat sowie bei einer Bürgerversammlung in Nieder-Mörlen waren nötig. Auch alternative Standorte wurden überprüft. Schließlich wurde der Planung in den zuständigen Gremien auf einer breiten Basis zugestimmt und das Vorhaben in die Tat umgesetzt. Die offizielle Übergabe des Oostkampplatzes mit dem geologischen Lehrgarten als Mittelpunkt des Platzes fand am 2. September 1990 statt. Die Anlage wurde inzwischen von der Bevölkerung Nieder-Mörlens und aus der Gesamtstadt, von Besuchern und Kurgästen und von unseren Freunden aus der Partnerstadt Oostkamp sehr gut angenommen.


Ort und Öffnungszeiten:
Frauenwaldstr.
Nieder-Mörlen

Open-Air-Anlage,
ständig geöffnet

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