Wissenschaft hin, Forschung her: Blut ist durch nichts zu ersetzen. Es ist etwas Lebendiges, ein Organ, das aus einer Vielzahl an Teilchen und Zellen besteht. Jede einzelne nimmt hochkomplexe Funktionen wahr und ist nur vom Körper selber produzierbar. Blutspenden sind daher essentiell nötig und bislang ohne Alternative.
Dass Blut Leben retten kann, ist ein Argument, das die meisten direkt mit schrecklichen Unfallszenen oder höchst aufwendigen Operationen verbinden. Durchaus zu recht, denn genau dafür werden die Blutkonserven vordringlich eingesetzt. Die andere Seite, die des Spenders, bleibt jedoch oft unbeachtet: Systematische Blutspende-Untersuchungen geben ihm ein hohes Maß an zusätzlicher gesundheitlicher Sicherheit. Parallel zu den - oft seltenen - Routine-Besuchen beim Hausarzt können regelmäßig erfasste Details zu Antikörpern, Cholesterinwerten oder auch möglichen organischen Fehlfunktionen helfen, frühzeitig Erkrankungen zu erkennen, die ansonsten vielleicht unentdeckt blieben.
Blutspenden - wer darf und wie geht das überhaupt?
Blut spenden kann grundsätzlich jeder, dessen Alter zwischen 18 und 68 Jahre liegt, der gesund ist und sich wohlfühlt. Das Höchstalter für Erstspender beträgt 60 Jahre. Daneben gibt es einschränkende Kriterien wie beispielsweise eine Wartezeit von sechs Monaten nach einem Aufenthalt in einem Malariagebiet oder einer Region mit erhöhtem Hepatitisrisiko. Auch wer sich gerade einer Operation unterzogen hat, Allergiker ist oder einen größeren Eingriff beim Zahnarzt hinter sich hat, muss bestimmte Wartezeiten einhalten.
Wer sich zur Blutspende entschlossen hat, braucht keinen Termin, sondern kommt einfach so und mit Personalausweis bei einem der nächsten Termine vorbei, die in Bad Nauheim beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit dem Hessischen Blutspendedienst regelmäßig durchführen:
Nach der Überprüfung Ihrer persönlichen Daten füllen Sie zunächst einen Fragebogen über Ihre gesundheitliche Vorgeschichte aus. Die nachfolgende Feststellung von Blutfarbstoffgehalt und Körpertemperatur gibt Aufschluss über Ihre Spendefähigkeit. Ein kurzer Check in einem persönlichen Gespräch mit einem Arzt, der übrigens bei allen Blutspenden permanent anwesend ist, rundet die festgestellten Informationen ab. Die eigentliche Spende von ungefähr 500 ml Blut dauert lediglich etwa zehn Minuten und findet für Sie ganz bequem auf einem sogenannten Entnahmebett statt. Nachdem Sie dann noch weitere zehn Minuten geruht haben, bekommen Sie als kleines Dankeschön einen Imbiss gereicht.
Erstspender erhalten nach etwa drei Wochen ihren Blutspendeausweis, in dem sich alle Angaben zu Blutgruppe und Rhesusfaktor befinden - und in den dann auch alle nachfolgenden Spendedaten eingetragen werden. Sollten die Untersuchungen Ihres Blutes eventuelle Auffälligkeiten ergeben haben, setzt sich das zuständige Labor mit Ihnen - und auf Wunsch auch mit Ihrem Hausarzt - in Verbindung.
Weitere Erklärungen, Hinweise und Termine
Weitere Informationen rund um das Thema Blutspende und die nächsten und für Sie naheliegendsten Termine bekommen Sie entweder über Ihren Hausarzt oder unter den Internetadressen, die wir für Sie nachfolgend zusammengestellt haben:
Deutsches Rotes Kreuz
http://www.drk.de
Blutspendedienst Hessen
http://www.bsd-hessen.de

